zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

21. August 2017 | 01:27 Uhr

Schleswig : Tipps von den Karriere-Profis

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zahlreiche Eltern informieren sich mit ihren Kindern auf der zweiten Elternmesse der Agentur für Arbeit über Berufs- und Studienmöglichkeiten.

Eine einheitliche Schriftart, eine seriös klingende Email-Adresse und die Praktika im Lebenslauf erwähnen. Einige Verbesserungsvorschläge konnte Coach Eskild Matthiesen von der Classig GmbH dem 16-jährigen Alexander Rohweder aus Stolk für seine Bewerbungsmappe mit auf den Weg geben. Der Zehntklässler hatte seine Mutter Petra am Wochenende auf die zweite Schleswiger Elternmesse der Agentur für Arbeit begleitet. Dort konnten sich Mütter und Väter – mit oder ohne ihre Kinder – über Berufs- und Studienmöglichkeiten informieren und beraten lassen. Neben öffentlichen Arbeitgebern, darunter das Finanzamt sowie die Bundeswehr, wurden Angebote wie die Nachhilfe für Auszubildende und die Berufsausbildungsbeihilfe vorgestellt oder wie der Bewerbungsmappencheck vor Ort angeboten.

Alexander Rohweder, der Tischler lernen möchte, nutzte dieses Angebot, um sich beim Profi Tipps für seine Bewerbung abzuholen. Und Tipps bekam er reichlich. Darunter waren nicht nur verbesserte Formulierungen – „schreibe lieber ,Eindrücke gewinnen’ statt ,sammeln’, du bist ja kein Pilzsammler, sondern ein Gewinner“ – sondern auch der Hinweis, dass er ruhig seine drei Geschwister im Lebenslauf erwähnen sollte: „Das sagt etwas über deine soziale Kompetenz.“ Zum Abschied wünschte Matthiesen dem jungen Mann viel Erfolg: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis du einen Platz bekommst. Du weißt, was du willst.“ Der Bewerbungs-Coach habe ihm sehr geholfen, meinte Alexander Rohweder. Seine Mutter ergänzte, da ihre drei weiteren Kinder schon älter und mit der Ausbildung fertig seien, sei sie froh, in der Agentur für Arbeit auf den neusten Stand zu kommen: „Es ändert sich ja doch vieles mit der Zeit.“ Ihr nächster Weg führte direkt zum Arbeitgeber-Service, wo Dutzende offene Ausbildungsstellen aus Handwerk, Gastronomie und Handel an Stellwänden hingen – und auf passende Bewerber warteten.

Ebenfalls positiv fiel das Fazit bei den Lornsenschülerinnen Amelie (17) und Josephine (15) aus, die die Messe ebenso wie ihre Mutter Jane Mentz besuchten. Amelie, die nächstes Jahr Abitur macht, würde gerne Medizin oder Psychologie studieren und erkundigte sich über Studienmöglichkeiten im Ausland. „Eigentlich wurde nur über Dänemark informiert, aber die Beraterin kannte sich auch bei den Niederlanden gut aus“, freute sie sich. Ihre Mutter Jane Mentz wiederum fühlte sich über die Berufsausbildungsbeihilfe „sehr gut beraten“.

Intensive Gespräche führten auch Maria Heimann und Patrick Kolkmann, Karriereberater von der Bundeswehr. Normalerweise führen sie diese mit jungen Leuten – „da müssen wir auch mal Tacheles reden. Vielen geht es nur ums Geld und sie denken, sie könnten mit wenig Aufwand was werden“. Bei dieser Messe hingegen stünden andere Themen an, weil die Eltern schlicht andere Fragen stellen: „Sie denken langfristiger und fragen sich, was nach der Bundeswehr kommt“.

Während bei der Premiere im vergangenen Jahr vormittags eine wahre Rush Hour herrschte, war es diesmal ein stetes Kommen und Gehen. Dadurch ergaben sich weniger Engpässe in den Räumlichkeiten und mehr Zeit für Gespräche. Auch wenn die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr von 200 auf 135 zurückgegangen ist, zogen die Berufsberater Silke Ailinger und Monika Fildebrandt ein durch und durch positives Fazit: „Es ist super gelaufen.“ Daher ist es angedacht, „dass auch im nächsten Jahr eine Elternmesse stattfinden wird“.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen