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Regelmässig kuscheln : Tierisch weiche Therapeuten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Kaninchen und Meerschweinchen lassen im Alten- und Pflegezentrum Fahrdorf angenehme Erinnerungen aufkommen.

Warten auf Zuwendung und Streicheleinheiten: Für die Bewohner des DRK-Alten- und Pflegezentrums in Fahrdorf ist die regelmäßige Begegnung mit Reittherapeutin Gislinde Kramer und ihren fünf kleinen tierischen Begleitern viel mehr als eine willkommene Abwechslung im Alltag. Die Freude bei allen ist groß, wenn die beiden puscheligen Schlappohrkaninchen-Damen „Hoppel“ und „Lotte“ an der Seite des Meerschweinchen-Duos „Moppel“ und „Hanuta“ auf einer Wolldecke präsentiert werden. Sie werden behutsam und mit liebevoller Zuwendung begrüßt. Auch die verspielte Terriermix-Hündin „Josy“ zaubert regelmäßig ein Lächeln in die Gesichter der Menschen. Vor allem bei den männlichen Bewohnern des Heims findet „Josie“ immer einen verlässlichen „Ballwerfer“. Falls dieses Ritual einmal vergessen werden sollte, erinnert „Josie“ beherzt mit dem Stups ihrer kalten Hundeschnauze daran, doch bitte schleunigst mit dem Spiel zu beginnen.

Das Zusammensein mit den Tieren, die Berührung des weichen Fells und das Wahrnehmen seiner wohligen Wärme wirkt sich positiv auf das Befinden der Menschen aus, bestätigt Alltagsbetreuer Birger Kuhlmann, der bei den wöchentlichen Treffen hilfreich zur Seite steht. Die Gemeinsamkeit mit den Tieren fördert die sozialen Kontakte innerhalb der Einrichtung und trägt zu einer Steigerung der Lebensqualität bei. Im positiven Sinne halten die vierbeinigen Besucher die Heimbewohner körperlich und geistig „auf Trab“.

Erinnerungen an die Kindheit, an das eigene Haustier oder an Erlebnisse der Vergangenheit werden plötzlich wieder wach. In beeindruckender Weise geschieht dies bei Menschen, die an Demenz erkrankten und scheinbar in ihrer eigenen Welt leben. Die Begegnung zwischen den betroffenen Menschen und Tieren kann den Familienangehörigen oder Pflegenden den Zugang als Brücke und „Türöffner“ in diese Welt erleichtern. „Ich bin mit meinem Kaninchen und dem Puppenwagen spazieren gegangen“, erzählt eine blinde Bewohnerin in der Runde. Einige von ihnen erinnern sich an ihren Hund, der sie durchs Leben begleitet hat – aber wie hieß er doch gleich noch? Immer wieder suchen die Teilnehmer der Runde die sanfte Berührung zum Tier. „Die Tiere sind so schön weich und warm. Es ist immer wieder toll“, sagt eine Bewohnerin. Alle sind sich einig: Gislinde Kramer, die liebevoll „Hasenfrau“ genannt wird, ist nett. „Mit Josie und den anderen kann sie gerne wiederkommen.“

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