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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 19:31 Uhr

Schleswig : Tierheim feiert 40. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Sommerfest am Sonnabend mit Hunde-Vorführungen und Tipps zur Gartengestaltung. Der Verein bangt um seine Finanzierung.

von
erstellt am 28.Mai.2014 | 17:15 Uhr

Die offizielle Jubiläumsfeier ist erst für den 4. Oktober geplant, den Welttierschutztag. Aber schon das Sommerfest an diesem Sonnabend, 31. Mai, steht ganz im Zeichen des 40. Geburtstags, den das Schleswiger Tierheim in diesem Jahr feiert. Es waren bewegte Jahre. Es gab Zeiten, da sorgten die Zustände in dem Haus am Ratsteich nicht immer nur für positive Schlagzeilen. Doch das ist lange her. Heute genießt das Tierheim einen hervorragenden Ruf. So freut sich Yvonne Wiegers-von Wegner, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, auf einen Programmpunkt des Sommerfestes ganz besonders: Um 14 Uhr erhält das Tierheim die Qualitätsplakette des Deutschen Tierschutzbundes. Dafür waren strenge Anforderungen zu erfüllen. Prüferin Katja Dubberstein achtete nicht nur auf Sauberkeit und die Unterbringung der derzeit 40 Katzen, sieben Hunde und zehn Kleintiere, sie stellte den Mitarbeiterinnen Fachfragen wie bei einem Examen. Am Ende stand ein großes Lob: „Es gibt ja einige schöne Tierheime in Deutschland“, schrieb Dubberstein, „das Tierheim Schleswig besticht aber zusätzlich durch die außerordentlich gute Organisation, das Herz für Tiere und das tierschützerische Engagement.“ Auch die bauliche Entwicklung der vergangenen sechs Jahre sei sehr beachtlich.

Tatsächlich durften sich die Tierschützer zuletzt über einige Anbauten freuen. Die neueste Errungenschaft ist eine Hundequarantäne. Dennoch blickt der Vereinsvorstand auch mit Sorgen in die Zukunft. „Wir haben die Erweiterungen dank zweckgebundener Spenden finanzieren können“, sagt Schriftführerin Nicole Schmonsees. „Das Problem sind die laufenden Kosten.“ Heizung, Reparaturen, Tierarzt-Kosten und vor allem die Gehälter der Mitarbeiter summieren sich jährlich auf 150 000 Euro. Nur die Hälfte davon ist durch Einnahmen gedeckt. „Wir leben von unseren Rücklagen“, klagt Schmonsees. Wie auch viele andere Tierheime sei auch das Schleswiger darauf angewiesen, von Zeit zu Zeit mit einer Erbschaft bedacht zu werden. Aber das sei jetzt schon seit längerer Zeit nicht mehr passiert.

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