"Thor" schlägt ein wie ein Blitz

Die Jungredakteure des Satruper Bernstorff-Gymnasiums  und AG-Leiter Fred Haufschild  (hintere Reihe, links) wurden als beste Schülerredaktion aller  Gymnasien in ganz Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Fotos: Jäger
Die Jungredakteure des Satruper Bernstorff-Gymnasiums und AG-Leiter Fred Haufschild (hintere Reihe, links) wurden als beste Schülerredaktion aller Gymnasien in ganz Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Fotos: Jäger

Der Verein Jugendpresse Schleswig-Holstein hat die besten Schülerzeitungen des Landes gewählt. "Thor" vom Bernstorff-Gymnasium in Satrup errang den ersten Platz bei den Gymnasien.

shz.de von
20. Juli 2009, 05:59 Uhr

Satrup | Sie sitzen zusammen, diskutieren und tauschen Ideen aus. In der Schülerredaktion des Satruper Bernstorff-Gymnasiums wird demokratisch entschieden. "Jeder hat seine Stärken, aber im Grunde machen alle alles", sagen die Schüler zwischen 15 und 19 Jahren. Dass das, was dabei herauskommt, mehr als gelungen ist, bestätigte jetzt der Verein Jugendpresse Schleswig-Holstein, der das Magazin "Thor" als beste Schülerzeitung aller Gym nasien in Schleswig-Holstein aufs Siegertreppchen hob. Begründung: Das Heft habe seinem Namensgeber, dem germanischen Donnergott "Thor", alle Ehre gemacht und wie ein Blitz bei den Juroren eingeschlagen.

"Thor" erscheint seit 2008 drei Mal pro Jahr in einer Auflage von 250 Stück. Rund 15 Schüler sind an der AG "Schülerzeitung" unter der Leitung von Fred Haufschild beteiligt. Der Lehrer für Englisch und Erdkunde war selbst Jahre lang journalistisch für unterschiedliche Medien tätig und bezeichnet sich als "Troubleshooter" seiner Schützlinge. Er reagiere weitestgehend nur beratend, in der einmal wöchentlich stattfindenden AG werde lediglich Organisatorisches geklärt. Texte und Layout entstünden in Eigenregie der jungen Schreiberlinge - zur Not auch nachts. Das funktioniere nur aufgrund des hohen Engagements der Schüler, so Haufschild.

"Learning by doing" heißt die Devise, sagt Jungjournalist Steffen Post (17). Vom ersten Buchstaben bis zum Schlusslayout - die Schüler machen alles selber, auch die Anzeigen-Akquise. Jede Ausgabe hat Schwerpunktthemen, häufig mit Bezug zum aktuellen Geschehen wie beispielsweise die Berichterstattung über den Amoklauf von Winnenden in der prämierten Ausgabe. Aber auch obligatorische Schülerthemen kommen nicht zu kurz: Rezensionen von Schulveranstaltungen sowie Steckbriefe zu neuen Lehrern kommen ins Blatt. Eindrücke von außen werden dabei ständig herangezogen. So haben die Schülerredakteure von "Thor" bei der Preisverleihung in der Kieler Sparkassenakademie auch nach links und rechts geschaut. Was ihre Schülerzeitung von anderen unterscheide? - "Unsere ist bunter, quietschiger, halt ganz anders." Die Jury sah es genauso und hob besonders das Layout als "gewagt, kreativ und abwechslungsreich" hervor, aber auch Recherche- und Themenauswahl wurden gelobt. "Layouten können wir schon richtig gut, textlich müssen wir noch stärker an uns arbeiten", sagt Steffen Post.

AG-Leiter Haufschild plagen ganz andere Sorgen: "Der nächste Schritt muss die Nachwuchssicherung sein", so der Verbindungslehrer. Auch Schulleiter Dr. Gerd Uwe Meyer liegt das Fortbestehen des Magazins am Herzen: "Eine Schülerzeitung ist wichtiger Bestandteil einer europäischen und demokratischen Erziehung", so der Direktor des Gymnasiums.

TINA JÄGER

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