Schleswig : Theaterverwaltung hat die Stadt verlassen

Gestern am Haus der Kommandantur auf Schloss Gottorf: Die letzten Verwaltungssachen der Landestheater-Intendanz werden auf Lastwagen verladen und nach Rendsburg transportiert.
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Gestern am Haus der Kommandantur auf Schloss Gottorf: Die letzten Verwaltungssachen der Landestheater-Intendanz werden auf Lastwagen verladen und nach Rendsburg transportiert.

Landestheater-Generalintendant Peter Grisebach hat seit Montag ein neues Büro. Es ist nicht in Schleswig.

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07. Juni 2016, 10:40 Uhr

Ein wenig erschöpft sieht sie aus, die Verwaltungsdirektorin des Landestheaters Jana Urhammer. Der Auszug der Intendanz aus dem Haus der Kommandantur auf Schloss Gottorf liegt in ihren Händen. Das bedeutet organisieren, telefonieren, delegieren, und alles bei über 30 Grad Außentemperatur. Bis gestern Abend sollte alles über die Bühne gegangen sein – der vorläufig wohl letzte Akt in der Schleswiger Theatergeschichte. Noch gestern Mittag türmten sich die Umzugskisten in den Verwaltungsbüros und im Treppenflur der Kommandantur.

Zwischen Kisten: Verwaltungsdirektorin Jana Urhammer organisiert den Umzug.
Zwischen Kisten: Verwaltungsdirektorin Jana Urhammer organisiert den Umzug.
 

Peu à peu wurden sie von Mitarbeitern in die Umzugs-Lkw verladen und nach Rendsburg ins neue Theater-Domizil am Jungfernstieg 10 transportiert. Generalintendant Peter Grisebach war schon da. Den Abschied von seinem Schleswiger Büro hatte er schon hinter sich. Von seinem neuen Intendanten-Schreibtisch aus blickt er nun direkt auf das Rendsburger Theater. Insgesamt hat das Schleswig-Holsteinische Landestheater 380 Mitarbeiter. Etwa 60 von ihnen waren bis jetzt in der Schleistadt beschäftigt. Einer meinte gestern beim Umzug: „Tja, das war’s. Tschüss Schleswig.“

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