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Auf der freiheit : Theater inklusive BMX, Scooter, Band und Tanz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Junge Künstler mit verschiedenen Talenten haben sich auf der Freiheit für ein Theaterstück zusammengetan.

Fragt man Ilona Januschewski, wie viele junge Menschen sich an ihrem aktuellen Schauspielprojekt beteiligen, kommt sie ins Grübeln. An den Fingern zählt sie ab: „Wir haben fünf Skater, dann die BMX- und Scooter-Fahrer, die Band und zehn Schauspieler. Wir müssten so etwa 30 Leute sein.“ Eine Probe mit allen Beteiligten gab es noch nicht. Die Premiere ist in neun Tagen. Deshalb geht es nun in den Endspurt: Die BMX-Fahrer feilen noch an ihrer Choreografie, die Schauspieler optimieren teilweise in Einzelproben ihren Auftritt und insgesamt muss der Ablauf einstudiert werden.

Dabei ist der besondere Clou, dass das Stück auf der Freiheit nicht an einem festen Ort spielt, sondern in verschiedenen Umgebungen – drinnen und auch unter freiem Himmel. Januschewski hat sich von der Freiheit inspirieren lassen, von der Skaterhalle, dem umliegenden, teils wild und chaotisch wirkenden Gelände. „Wir sind lebendig zwischen den Trümmern“, sagt die Regisseurin des Stücks und erklärt, dass sich hier täglich etwas ändert. „Das Gelände ist ständig in Bewegung und das wollen wir ja auch sein.“ Nie weiß sie, wie es nächste Woche aussieht. So ist es auch schon vorgekommen, das ein eingeplanter Spielort nun schon gar nicht mehr existiert. „Die sind hier wild am Wühlen, deshalb habe ich immer einen Plan B“, so Januschewski, die bis zum vergangenen Jahr Theaterpädagogin am Landestheater war. Für sie macht es den besonderen Reiz aus, dass das Stück, was von fiktiven Persönlichkeiten aus der Schleswiger Jugendszene erzählt, seine Umgebung mit einbezieht. Die Schrottlandschaft auf der Freiheit hat sie dabei inspiriert.

Entstanden ist eine Geschichte über eine Dreiecksbeziehung: Das ehemaligen Heimkind Mike verliebt sich in Charlotte, die gerade auf einem privaten Internat ihr Abi gemacht hat, ihrerseits aber für den Sänger einer beliebten Band schwärmt.

Ähnlich wie die Figuren stecken auch die Darsteller gerade teilweise in der Übergangsphase nach dem Schulabschluss: Sie planen ihre Zukunft, den Umzug, das nächste Bewerbungsgespräch. Eine Schauspielerin ist gerade nach Bremerhaven gezogen, andere schaffen die Umzugskartons nach Berlin – am Ball bleiben sie trotzdem. „Das sind alles super verlässliche Leute“, lobt Januschewski. Trotzdem ist natürlich Flexibilität gefragt, wenn man mit allen etwas auf die Beine stellen möchte. Nur durch Teamwork hat sich das Projekt so entwickelt: Das Stück selbst basiert zwar auf Ideen von Ilona Januschewski, entstand aber nicht vor dem Computer, sondern bei den Proben mit den Jugendlichen. Sie sind es, die sich und ihre Ideen einbringen, die Live-Musik der Band mit Schauspiel, Tanz und den Tricks der BMX– und Scooter-Fahrer verbinden. Dieses lokal angehauchte Spektakel haben die jungen Künstler überschrieben mit dem Titel „(un)möglich – Rhythmus der Freiheit“.

 

 

 

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erstellt am 11.Okt.2013 | 17:45 Uhr

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