600.000 Euro : Theater-Abriss wird für Schleswig teuer

In Sachen Theater, so scheint es, steht die ganze Stadt Kopf, sogar der Harlekin der benachbarten 'Trauminsel'. Foto: Jennert
In Sachen Theater, so scheint es, steht die ganze Stadt Kopf, sogar der Harlekin der benachbarten "Trauminsel". Foto: Jennert

Das Stadttheater in Schleswig muss abgerissen werden. Doch günstig wird das nicht. Das Bauamt der Stadt schätzt die Gesamtkosten auf mindestens 600.000 Euro.

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01. April 2013, 03:37 Uhr

Schleswig | Mit einer Abrissbirne oder ein paar Stangen Dynamit ist es nicht getan: Der Rückbau des Stadttheaters könnte sich zu einem heiklen Unterfangen entwickeln, das zudem viel Geld kosten würde. Mit Rücksicht auf die Häuser in der näheren Umgebung müsste das Gebäude Stück für Stück auseinander genommen werden. Die Kosten schätzt das Bauamt auf mindestens 600.000 Euro.

Wie kompliziert der Abriss zu sein scheint, konnte man im Bauausschuss aus den Worten von Bauamtsleiterin Manja Mahrt schließen. Gegenüber den Kommunalpolitikern bekräftigte sie ihre Überzeugung, dass der Abriss von einem erfahrenen Statiker begleitet werden müsse. Denn derzeit könne niemand sagen, wie sich verschiedene Faktoren im Fall der Fälle auswirken würden.

Zwei große Risiken

Wie aus der Verwaltung verlautete, gebe es zwei große Risiken, die man in den Griff bekommen müsse. Da wäre zum einen der sich in den vergangenen Monaten mit langsam wachsender Geschwindigkeit zur Seite neigende Bühnenturm: Fachleute haben neue und größer werdende Risse ausgemacht. Zum anderen gibt es direkt unter dem Gebäude drei artesische Brunnen (unter Druck stehende Wasserquellen).

Das Geld für den Abriss will die Verwaltung aus dem Topf für die bauliche Unterhaltung der städtischen Liegenschaften entnehmen. Dieser ist mit 1,4 Millionen Euro gefüllt. Unter dieser Sonderausgabe werden jedoch alle anderen Gebäude der Stadt leiden, darunter die Schulen, bei deren Bauunterhaltung der Rotstift angesetzt werden soll.

Nicht eingerechnet in die Kosten des Theater-Abrisses ist der Neubau einer neuen Heizung für das Haus der Generalintendanz. Denn dieses Gebäude wird derzeit über die Heizungsanlage des benachbarten Stadttheaters mitversorgt.

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