Friedrichsberger Bürgerverein : Thaysen ist neuer Vorsitzender

Der Vorstand des Friedrichsberger Bürgervereins: (von links) Steffen Hempel und Philipp Plaschke (Beisitzer), Johannes Thaysen (Vorsitzender), Tim Arne Stöver (stv. Vorsitzender), Christa Jochims (Beisitzerin), Holger Siem (Kassenführer), Michael Peters (Schriftführer).
Der Vorstand des Friedrichsberger Bürgervereins: (von links) Steffen Hempel und Philipp Plaschke (Beisitzer), Johannes Thaysen (Vorsitzender), Tim Arne Stöver (stv. Vorsitzender), Christa Jochims (Beisitzerin), Holger Siem (Kassenführer), Michael Peters (Schriftführer).

Der Friedrichsberger Bürgerverein wählt einen Nachfolger des verstorbenen Reimer Witt.

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15. März 2018, 07:37 Uhr

Die Erinnerung an das Wirken des im Januar verstorbenen Vorsitzenden Professor Reimer Witt war während der Mitgliederversammlung des Friedrichsberger Bürgervereins am Dienstagabend stets gegenwärtig. So machte auch der einstimmig gewählte neue Vorsitzende Johannes Thaysen deutlich, dass er die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortführen wolle. Auch ihm sei „wichtig, Menschen zueinander zu bringen und für unseren Stadtteil zu arbeiten“, erklärte der 63-jährige promovierte Agraringenieur. Er habe mit Witt vor einiger Zeit über dessen Nachfolge ausführlich gesprochen. Thaysen ist seit 1985 Mitglied im Bürgerverein und gehört seit 2008 für die Grünen der Schleswiger Ratsversammlung an.

Bei der Eröffnung des Treffens im Forum im Friedrichsberg (FiF) hatte der kommissarische Vorsitzende Tim Arne Stöver die Verdienste von Reimer Witt gewürdigt: „Wir verlieren mit ihm eine Persönlichkeit, die den Bürgerverein maßgeblich geprägt hat und dem die Friedrichsberger sehr viel zu verdanken haben.“ Dabei erhoben sich die Anwesenden zum stillen Gedenken. Stöver dankte auch der Ehefrau Christa Witt für das Mitwirken an der Seite ihres Mannes und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Anschließend ließ Stöver einige Veranstaltungen des 194 Mitglieder zählenden Vereins Revue passieren, darunter das schon traditionelle Weinfest oder die Tanzveranstaltung im Hotel Ruhekrug.

Wiedergewählt wurden die Vorstandsmitglieder Tim Arne Stöver als stellvertretender Vorsitzender und Steffen Hempel als Beisitzer. Anstelle des ausscheidenden Jürgen Simon votierte die Versammlung für Christa Jochims als Beisitzerin. Zum Schluss des ersten Teils gab Thaysen einen kurzen Überblick über die Vorhaben des Bürgervereins. Dazu gehörten ein Wildessen, der Friedrichsberger Frühjahrsputz sowie ein Exkursionsprogramm. „Ob wir uns an der Schleireinigung beteiligen, müssen wir noch sehen“, sagte der neue Vorsitzende.

Der anschließende Grogabend wurde eingeleitet mit überzeugenden Darbietungen von den Chören der Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg und des Oberlandesgerichts unter Leitung von Gesa Thomsen. Die abwechslungsreiche Playlist reichte von „Zwei kleine Italiener“ bis zum „Halleluja“ von Leonard Cohen. Der gastronomische Service, zu dem auch heiße Wecken und Schmalzbrote gehörten, wurde von Frauen des Schleswiger Tangent-Clubs geleistet.

Danach informierte Bürgermeister Arthur Christiansen über Vorhaben, die den Stadtteil Friedrichsberg und die Stadt Schleswig betreffen. Zur Themenauswahl ließ er von Thaysen Spielkarten ziehen. Hinter „Herz Dame“ verbarg sich eine positive Nachricht zum verfallenden Anwesen Lietz in der Friedrichstraße. Die Gebäude würden abgetragen, und es entstünden dort voraussichtlich 19 Wohneinheiten.

Nichts Positives konnte der Bürgermeister zur Situation des Bahnhofs vermelden. Der Pendlerparkplatz mit voraussichtlich 23 Plätzen solle jedoch noch dieses Jahr fertiggestellt werden. Auch die Bauarbeiten an der neuen Feuerwache „laufen hervorragend“, der Kostenrahmen werde gehalten – „toll“, freute sich Christiansen. Auch das Stadtmuseum solle „auf Vordermann“ gebracht werden. Unter anderem werde die eine Seite des Torhauses vom „Verein verwaiste Eltern Schleswig-Holstein“ genutzt, und das Teddybärhaus solle zum Kinderhaus umfunktioniert werden. Auch die städtische Sammlung im Haupthaus solle aktiviert werden.

Für die Liegenschaft am Busdorfer Kreisel strebe die Verwaltung an, die gesamte Fläche von rund 3,6 Hektar für gewerbliche Nutzung zu entwickeln, einschließlich eines Einzelhändlers mit Vollsortiment. Das Resümee des Bürgermeisters: „Es tut sich eine ganze Menge im Friedrichsberg.“

Zum Abschluss richtete der Friedrichsberger Elektromeister Jürgen Simon einen flammenden Appell für den Glasfaserausbau an die Versammelten. Er empfehle, das entsprechende Angebot der Stadtwerke anzunehmen. Das Thema sei „noch nie richtig beleuchtet worden“, und demnächst „brauchen wir das“. Thaysen plädierte dafür, der Bürgerverein solle eine Info-Veranstaltung zum Glasfaserausbau organisieren. Außerdem wurde angeregt, historisch wichtige Gebäude abends anzustrahlen; Dies sei vor allem für den Tourismus förderlich – wozu der Bürgermeister zustimmend nickte.

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