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Schleswiger Nachrichten

22. August 2017 | 06:24 Uhr

Esgrus : Tempo 30 vor der Kita – abgelehnt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Aufsichtsbehörde sieht formale Voraussetzung für eine Geschwindigkeitsreduzierung in Esgrus nicht erfüllt.

Esgrus | Nachdem es vor einigen Monaten hieß, die Gemeinden könnten selbst bestimmen, an welchen Straßen sie die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer mit offiziellen Schildern drosseln möchten, hat sich gezeigt, dass dies so ohne weiteres nicht zu realisieren ist. So bedauerte es in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Esgrus Bürgermeister Hermann Vollertsen und sprach von einem „Ärgernis“. Eine offizielle Geschwindigkeitsreduzierung hatte er für Esgrusschauby im Bereich des Kindergartens im Auge gehabt, aber: „Wir haben das Kleingedruckte nicht gelesen.“ Da heißt es nämlich, dass eine solche Beschilderung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist – und die erfüllt die Straße Tollschlag, an der der Kindergarten liegt, nicht. Also wird aus dem Vorhaben vorerst nichts, muss sich weiterhin mit inoffiziellen Schildern, mit denen um langsames Fahren gebeten wird, beholfen werden. Doch Vollertsen will nicht aufgeben, sondern nachhaken.

Erfreulicher hingegen ist, dass die Gemeinde in diesem Jahr vom Schwarzdeckenunterhaltungsverband „gut bedacht“ worden ist, erklärte der Bürgermeister. Etliche Straßen seien auf Vordermann gebracht worden. Da sei nach den Worten von Vollertsen zu hoffen, dass ähnliches auch für den sogenannten „Flick“ gilt – denn da besteht Bedarf.

Was die Breitbandversorgung betrifft, zeigte Vollertsen sich optimistisch. Ende dieses Monats beziehungsweise Anfang Juli wird nach dem Auswahlverfahren für den Breitbandzweckverband Angeln der Betreiber feststehen: „Wir sind gut im Zeitplan, können voraussichtlich im nächsten Jahr mit dem Ausbau beginnen.“

Zustimmung von der Gemeindevertretung gab es für die Neufassung des Fahrbücherei-Vertrags. Fällig sind als Pro-Kopf-Betrag ab diesem Jahr 2,80 Euro – bisher 2,73 Euro. Die Zustimmung fiel den Gemeindevertretern nicht schwer, denn die Fahrbücherei wird von den Einwohnern gut frequentiert. Esgrus ist im Amt Geltinger Bucht Spitzenreiter: 2016 wurden umgerechnet 4,5 Bücher pro Person ausgeliehen.

Auf keine Gegenliebe hingegen stieß bei den Gemeindevertretern ein vorliegendes Angebot für die Einrichtung und Pflege einer kommunalen Homepage. Auf der Amtsseite gebe es einen Link auf Esgrus und das reiche, so die Meinung. Wann die Sitzungen der Gemeindevertretungen stattfinde, sei sowieso klar. Da gelte die Regel drei, sechs, neun, zwölf – also März, Juni, September und Dezember jeweils am ersten Montag der genannten Monate.

Die Sauberkeit in den Buswartehäusern vor allem in Esgrusschauby und Brunsholm lasse zu wünschen übrig, monierte der Bürgermeister und hatte zugleich einen Vorschlag, wie das zu ändern sei. Er warb für „Sauber-Patenschaften“ und zückte auch gleich Müllbeutel. Da griffen die Gemeindevertreter zu und versprachen, die Buswartehäuser im Auge zu haben und auf Sauberkeit zu achten.

Ralf Kurztusch, seit Anfang des Jahres erster Mann der Ortswehr Esgrus, nutzte die Einwohnerfragestunde, um aus seiner Sicht auf Missstände hinzuweisen. Er sprach von dringendem Handlungsbedarf. Dabei liegt ihm vor allem am Herzen, mehr junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern: „Wir müssen ein Bewusstsein schaffen.“ Er bemängelte zudem den Zustand der Gerätehäuser. Den Löschteich in Atzbüll bezeichnete er als „Sorgenkind“ und auch einige Hydranten. Für all das sei die Gemeinde in der Pflicht. 


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