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Bauarbeiten zwischen Schuby und Jagel : Tausende Autofahrer auf A7 in der Staufalle

vom

Kilometerlanger Stau am Samstag auf der A7. Schon am Freitag saßen Autofahrer teils über fünf Stunden fest.

Tarp | Es war bereits Tage zuvor angekündigt worden: Die A7 muss wegen Bauarbeiten zwischen Schuby und Jagel von Freitag bis Sonntagabend in Richtung Süden gesperrt werden. Was sich allerdings am Freitagabend wegen der Sperrmaßnahmen auf der Autobahn abspielte, liegt nahe am Verkehrskollaps im Norden von Schleswig-Holstein. Bereits am Freitagnachmittag meldete die Polizei einen Rückstau vor der Baustelle von über 15 Kilometern. Autofahrer standen über Stunden zwischen den Anschlussstellen Tarp und der Ausfahrt Schuby im Stau. Auch am Samstagmittag gibt es bereits Staus.

Die Umleitungsstrecke über die B76 ist wie am Freitagnachmittag auch am Samstag wieder überlastet.

Die Umleitungsstrecke über die B76 ist wie am Freitagnachmittag auch am Samstag wieder überlastet.

Foto: Noltemedia
 

Wegen der Erneuerung der Fahrbahn zwischen Schuby und Jagel muss der Fahrzeugverkehr an der Abfahrt Schuby über die die B76/B77 umgeleitet werden. Doch auch die Umleitungsstrecken waren am Freitagnachmittag überlastet. Gegen 17.30 Uhr zogen Polizei und Rettungsdienst die Notbremse. Hilfsorganisationen von DRK, Johanniter, Feuerwehr, und Rettungsdienst wurden alarmiert, um die im Stau wartenden Autofahrer zu versorgen.

Für die Versorgung wurde der Pendlerparkplatz Tarp gesperrt.
Für die Versorgung wurde der Pendlerparkplatz Tarp gesperrt. Foto: Karsten Sörensen
 

„Es ist noch keine Besserung auf der A7 eingetreten, sagte Lars Christophersen vom Deutschen Roten Kreuz am Freitagabend. Einige Autofahrer sitzen seit 15 Uhr zwischen Tarp und Schuby im Stau fest. Es wird eine Feldküche aufgebaut, um die Wartenden mit Suppen und Heißgetränken zu versorgen“, so Christophersen.

Für die Versorgung der Autofahrer wurde der Pendlerparkplatz Tarp am Abend für die Versorgungseinheiten gesperrt. Kräfte des Rettungsdienstes des Kreises Schleswig-Flensburg fuhren, begleitet von Motorradstreifen des Johanniter Hilfsdienstes die Autobahn ab, um bei Bedarf sofort helfen zu können.

Noch gegen 22.30 Uhr staute sich der Verkehr auf über elf Kilometer zurück. Manche Lkw-Fahrer, die bereits ihre Lenkzeiten überschritten hatten, stellten ihre Lastzüge einfach auf dem Nothaltestreifen ab. Auch der Parkplatz „Jalmer Moor“ war am Abend völlig überlastet.

„Problematisch ist natürlich auch der Kreisverkehr nach der Abfahrt Schuby gewesen“, berichtet Christophersen, „hier geriet der Verkehr zwangsläufig immer wieder ins Stocken“.

Keine Besserung am Samstag

Am Samstag wird keine Besserung der Verkehrssituation erwartet. Aktuell staut sich der Verkehr auf rund fünf Kilometer. „Wir sind vorbereitet“, erklärt Christophersen. „Wir werden bereits gegen Mittag Fahrzeuge auf den Parkplatz Jalmer Moor auf der A7 verlegen und dort eine Ausgabestelle für Getränke und kleine Snacks einrichten. Desweiteren sind vier Motorräder der Johanniter im Einsatz und weitere Kräfte nahe Tarp in Bereitschaft.“ Rund 25 ehrenamtliche Einsatzkräfte sind an der A7 in Bereitstellung.

Wasser für Autofahrer im Stau. An der Hilfestelle sind die Polizei und Rettungsdienst in Bereitschaft.
Wasser für Autofahrer im Stau. An der Hilfestelle sind die Polizei und Rettungsdienst in Bereitschaft. Foto: Noltemedia

Rettungsgasse bilden

Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen appellieren am Freitag und Samstag an die Autofahrer im Stau, die Rettungsgasse zwingend freizuhalten. Die Rettungsgasse ist sofort zu bilden, sobald sich der Verkehr staut, nicht erst, wenn sich ein Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn von hinten nähert. Wenn tausende Autofahrer stundenlang im Stau stehen, dann sind medizinische Probleme vorprogrammiert. „Am Freitagnachmittag mussten wir zu einer diabetischen Entgleisung ausrücken, eine Verkehrsteilnehmerin mitten im Stau benötigte schnelle medizinische Hilfe“, so Christophersen, „während die Motorräder noch irgendwie durchkamen, hatten es größere Fahrzeuge deutlich schwieriger.“ Feuerwehr und Rettungsdienste bitten daher um folgendes:

  • Bilden Sie im Stau umgehend eine Rettungsgasse.
  • Halten Sie diese stets frei.
  • Umfahren Sie den Bereich A7 Schleswig/Schuby weiträumig. Auch die Umleitungen können überlastet sein.
  • Nehmen Sie ausreichend Getränke für den Fall mit, dass Sie im Stau stehen.

Aktuelle Verkehrsinfos über www.shz.de/verkehr.

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erstellt am 17.Jun.2017 | 11:40 Uhr

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