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Süderbrarup : Tauschring will sich besser vernetzen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Süderbraruper Tauschring möchte Flüchtlinge in seine Arbeit einbinden – und die Kooperation mit Vereinen und Verwaltung vertiefen.

Mehr als 20 Mitglieder des Tauschrings Süderbrarup waren zu einem Treffen gekommen, in dem die Kooperation der kommunalen Verwaltung mit Vereinen und Verbänden im Mittelpunkt stand. „Es geht um die gemeinsame Verantwortung dafür, dass sich Menschen in der Region wohl fühlen und ein gutes Angebot an Einbindung und Unterstützung finden“, eröffnete Pastor Dietrich Waack die Runde. Dabei stehe zur Zeit die Gruppe der Flüchtlinge im Brennpunkt.

Denis Herges, Leiter des Ordnungsamtes Süderbrarup, nannte die aktuelle Flüchtlingszahl, die – dezentral untergebracht – im Amt Süderbrarup zurzeit 219 beträgt. „Es gibt viele Angebote, zum Beispiel in den Bereichen Kochen, Sport, Spielen und Sprachen, die sowohl für Flüchtlinge als auch für Einheimische angeboten werden“, erklärte er. Einen Mangel sehe er nur bei der Gewinnung von ehrenamtlichen Paten, die den Flüchtlingen von Anfang an zur Seite stehen.

Im Rahmen des Treffens kam erneut der Wunsch aus der Runde nach einem regelmäßigen Konvent aller Vereine, Verbände und sozialen Gruppierungen auf. In diesem Rahmen könnte auch ein Veranstaltungskalender entstehen, den sich viele dringend wünschen.

Ein konkreter Vorschlag ging das Problem der erzwungenen Untätigkeit der Flüchtlinge an. Denn im Rahmen der Tauschbörse könnten diese Menschen Talente und Arbeit erwerben, die sie in Form von Sprachunterricht, Beförderungskilometern oder anderen Gegenleistungen wieder einlösen könnten.

„Das ist ein Zugang für dieses Problem“, stimmte Waack zu, denn die Leistung sei freiwillig, unentgeltlich und wäre keine Konkurrenz für das örtliche Gewerbe. Ein Mitglied der Runde stellte spontan Holz aus einem Waldstück zur Verfügung. „Das ist auch eine Möglichkeit, dass sich junge Männer richtig auspowern können“, meinte er.

Ein weiteres Thema war eine Flüchtlingsfrau, deren Mann ihr verboten ahben soll, an Sprachkursen teilzunehmen. DenisHerges teilte mit, dass es keine rechtliche Grundlage gebe, dieser Frau zu helfen, da Sprachkurse nur freiwillig besucht werden könnten.

Eine besondere Form der Hilfestellung gab Helmut Lax vom Museumsverein. Er kündigte an, dass es zu den Thorsberg-Festspielen im Juli deutlich ermäßigte Eintrittskarten für Flüchtlinge geben werde, um ihnen einen Einblick in die Geschichte des Ortes zu geben.

Herges versprach die angesprochenen Punkte an die zuständigen Stellen des Amtes weiterzugeben.

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