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Zu rutschiges Straßenpflaster : Tampentrekken fiel ins Wasser

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Veranstaltung des Stadtmanagement wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Das Wetter machte den Veranstaltern und Teilnehmern des zweiten „Wikinger-Tampentrekkens“ einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. Zunächst trotzten die zehn Mannschaften zwar noch dem Regen, der einfach nicht aufhören wollte: Schließlich waren alle sichtbar motiviert, sich dem Wettkampf im Tauziehen stellen zu wollen. Dann aber zogen die Organisatoren um Stadtmanager Rüdiger Knospe die Reißleine und sagten das Event ab. Es war einfach zu rutschig und damit zu gefährlich.

Mehr als 80 Teilnehmer waren am Sonnabendmittag auf dem Capitolplatz angetreten, um gemeinsam Spaß am Kräftemessen zu haben. Für das Team des „Paulaner Stammtischs“ aus Lürschau ging es dabei darum, seinen Titel aus dem Vorjahr und damit den Wanderpokal zu verteidigen. „Uns ist das Wetter egal. Wir nehmen den Pokal sowieso mit nach Hause“, scherzte André Mannott. Die Stimmung war bestens. Insbesondere die stilechten Gewänder und das humorvolle Miteinander der Wikinger-Mannschaften „Rhosows Hasetaren“, „Rollo und die starken Wikinger“, „Thors Schmiedes Hasetaren“ sowie „Die wankenden Wölfe“ aus Itzehoe gefielen den zahlreichen Zuschauern. Ebenso humorvoll präsentierten sich die „Old Pull Boys“, die Mannschaft des Schleswiger Round-Table-Clubs. Mit dabei hatten sie ihre Freunde vom Partner-Clubs aus Leyland in England, die als „Leylander“ an den Start gehen wollten. Zu den weiteren Teams gehörten die „Igel Recken“ der IGL, die „Sons of Energy“ der Stadtwerke, die Mitglieder des „Schlei Events“, die Schausteller des Peermarkes „Jannys Jahrmarkt“ sowie die Schleswiger Gewerbevereinigung „Die Drachentöter“.

Das Veranstaltungsteam, das im Vorfeld über eine Absage des Events nachgedacht hatte, freute sich also über die doch recht gute Resonanz, und anfangs blickte Knospe auch noch zuversichtlich auf die Wetter-App auf seinem Smartphone und hoffte geduldig, dass die Wolkendecke rechtzeitig aufreißen würde. Das tat sie aber nicht. Nach dem gemeinsamen Wiegen der Teilnehmer-Teams war Schluss mit lustig, denn letztlich schüttete es wie aus Eimern.

Gemeinsam berieten sich Veranstalter und Mannschaftsleiter – mit dem Ergebnis: Absage. „Es ist einfach zu gefährlich. Ich bin fürs Absagen“, sagte der Vorsitzende und Teamleiter der „Drachentöter“ aus St. Jürgen, Wolfgang Harm. „Wir wollen niemanden gefährden, schließlich haben wir eine Verantwortung für unsere Leute“, meinte auch Arnd Graba, Teamleiter der Wikingergruppe „Rhosow“. Das sah Stadtmanager Knospe genauso. „Man muss manchmal einsehen, was geht oder was nicht geht. Wir haben gemeinsam eine Entscheidung getroffen. Macht euch trotzdem einen schönen Tag.“ Als Alternativprogramm schlug er den Peermarkt vor. Das Tampentrekken werde „demnächst“ wiederholt, teilte Knospe schließlich mit. „Schade, aber bevor sich hier jemand verletzt, ist es besser abzusagen. Ärgerlich, denn in der Organisation steckt so viel Arbeit und Engagement“, sagte Bürgervorsteher Eckhard Haeger, der die Grüße der Stadt übermittelte.

Das geplante Konzert der Band „Taktlos“ wurde für den Abend kurzerhand auf die Bühne des Clubs „Jazil“ verlegt.


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