Havetoft : Synode setzt ein Zeichen für den Nachwuchs

Keine Verwarnung: Die gelbe Karte signalisiert in der Synode Zustimmung.
Keine Verwarnung: Die gelbe Karte signalisiert in der Synode Zustimmung.

Wahlen, Projekte und Prüfanträge beschäftigen die Synodalen bei ihrer sechsstündigen Tagung.

shz.de von
02. September 2018, 17:12 Uhr

Bei der Wahl ihrer Nordkirchen-Synodalen setzten die Mitglieder ein Zeichen für den Nachwuchs: Die höchsten Stimmzahlen erhielten die jüngsten Kandidaten. Als Ehrenamtliche wählten sie die 28-jährige Rieke Kubisch mit 65 von 76 Stimmen, gefolgt von Ulrich Siebert, Hauke Johannes Nissen, Norbert Wüstefeld und Dörte Andresen in die Synode. Für die Mitarbeiter ist der 25-jährige Finn Lützler in das Landesparlament abgeordnet. Die Pastoren werden von Antje Hanselmann und Jörg Jackisch vertreten.

Außerdem haben die Parlamentarier einstimmig ihren Ökumene-Ausschuss auf Kreisebene besetzt, der die Partnerschafts-, Friedens- und entwicklungspolitische Arbeit fördern und begleiten wird. Vor der Wahl stellen sich alle Partnerschaftsgruppen vor – der Kirchenkreis und die Kirchengemeinden pflegen Partnerschaften mit der Kirchengemeinde Mwika, dem Angaza Women Center, der Kirchengemeinde Ngaruma, die alle drei in Tansania liegen. Kontakte gibt es außerdem in verschiedene Kirchengemeinden in Estland und nach El Salvador sowie – einzigartig in der Nordkirche – sowohl nach Israel als auch gleichzeitig nach Palästina. „Partnerschaften sind Beziehungskisten“, sagte die Ökumene-Pastorin Susanne Thiesen. „Und damit haben sie genau wie Paarbeziehungen Höhen und Tiefen.“ Als Mitglieder für den Ökumene-Ausschuss sind benannt: Urte Jona Alberti, Irmgard Bock, Martina Braatz, Sabine Mau, Pastor Hanno Jöhnk, Pastor Karsten Winter, Silke Schrank-Gremmelt und Pastor Dietrich Waack.

Zusätzlich zu den Wahlen wurden während der sechsstündigen Synodentagung auch drei Prüfaufträge beraten, die der Kirchengemeinderat Großsolt-Kleinsolt eingebracht hatte, die Pastor Philipp Kurowski vortrug. Dabei ging es zunächst um die Neuordnung des pröpstlichen Amtes, wenn Stellen voraussichtlich 2022 neu besetzt würden. Es gelte zu prüfen, was sich bewährt habe und beispielsweise auch, ob in Zukunft der Flensburger Propstei weiterhin das Regionalzentrum in Kappeln und der Angelner Propstei Dienststellen mit Sitz in Flensburg zugeordnet werden sollten. „Das kann doch nicht im Sinne der zeitlichen und ökologischen Ressourcen sein“, sagte er.

Laut zweitem Prüfantrag soll der Kirchenkreisrat aufzeigen, wie viele Pfarrstellen seit Inkrafttreten des neuen Pfarrstellenplanes aufgehoben worden sind. Vor einer knappen Entscheidung der Synode mit 30 Ja- und 22 Nein-Stimmen bei 18 Enthaltungen zeigte die Debatte die Bandbreite des Für und Wider. Ein Argument dagegen: Es gelte, nach vorne zu schauen und die Zukunft zu gestalten, statt zurückzublicken. Pastorin Birgit Lunde brachte beispielsweise ein, dass nicht der Pfarrstellenplan der Rahmen für die Zukunft sei, sondern der erwartete Pastorenmangel.

Zudem beschloss die Synode, dass der Kirchenkreisrat über die Tätigkeit und wirtschaftliche Lage von Diakonischem Werk und Kita-Werk berichten möge – mit dem Ziel festzustellen, ob Änderungen der Rechtsform und Struktur angebracht seien.

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