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Süderfahrenstedt hat 150 000 Euro auszugeben

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Ausgleichsabgaben für die neuen Windräder könnten in Alleen, Steintreppen und vieles mehr investiert werden

Süderfahrenstedt | 35 Einwohner waren zu einer Versammlung der besonderen Art in den Landgasthof "Zum Langsee" gekommen: Sie sollten Vorschläge äußern, was man mit 150 000 Euro in der Gemarkung anstellen könnte. Allerdings gab es wichtige Vorgaben, die sich aus dem Grund für den Geldsegen ableiteten. Dieser liegt in den beiden Windrädern am Wasserwerk, deren Baugenehmigung im Juni erteilt wurde.

Gemäß ihrer Höhe sind die Betreiber wegen des Eingriffs ins Landschaftsbild zur Zahlung einer Ausgleichsabgabe verpflichtet. Deshalb fließen von den Stadtwerken Schleswig und dem Wasserbeschaffungsverband Südangeln jeweils 75 000 Euro in die Obhut der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises, die das Geld ortsnah zum Natureingriff ausgeben will, wenn die Süderfahrenstedter es 18 Monate nach Baubeginn (im September) praktisch angelegt haben.

Um hierfür Ideen zu sammeln, die in der Einwohnerschaft breiten Konsens finden, hatte die Gemeindevertretung Interessierte eingeladen. Bürgermeister Heinrich Mattsen zeigte sich eingangs erfreut, dass man mit Uwe Petersen einen Fachmann gefunden habe, der bei den anstehenden Erdarbeiten den Zustand der Wege überwache und dokumentiere. Dann gab Mattsen wegen Befangenheit, er ist auch WBV-Vorsteher, den Vorsitz an seinen Stellvertreter Johann Thomsen weiter, der die vielen Beiträge moderierte.

Bettina Koch von der Kreis-Naturschutzbehörde klärte die rechtlichen Rahmenbedingungen und beantwortete viele Fragen. Dadurch wurden einige Ideen revidiert und sollen später aus einem anderen Fördertopf angegangen werden, wie zum Beispiel die Verbesserung des Lüngmoores als CO2-Speicher.

Aber die durchs Hochmoor führende Au könnte im Unterlauf Steintreppen erhalten, um den Sandeintrag in den Langsee bei Güldenholm zu unterbinden. Weitere Ideen waren, Wege zu Alleen werden zu lassen, die "Asch" über der Badestelle wieder wie vor der Flurbereinigung werden zu lassen oder diverse Feldgehölze anzupflanzen. Auch Maßnahmen zum Wiesenvogelschutz bei den künftigen Windriesen regten Bürger an.

An diesem Abend wurde eine positive Diskussion begonnen, die ihre Fortsetzung am Mittwoch, 21. August, finden soll. Dann will der Gemeinderat weitere Vorschläge sammeln.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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