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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 06:53 Uhr

Tempo 30 : Süderbrarup wird verkehrsberuhigt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auf fast allen Gemeindestraßen in Süderbrarup soll künftig Tempo 30 gelten. Die Gemeindevertretung folgt damit einem Wunsch der Bürger. Lediglich der Heidbergweg und die Gewerbestraße sind nicht betroffen.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Die Gemeindevertretung Süderbrarup macht ernst. Bis auf zwei Ausnahmen werden die Gemeindestraßen zu verkehrsberuhigten Zonen erklärt. Abgesehen vom Heidbergweg und der Gewerbestraße wird auf allen Straßen, für die die Gemeinde zuständig ist, künftig Tempo 30 gelten. Damit setze man, so Bürgermeister Friedrich Bennetreu, den Wunsch der Bürger um. Schon seit Jahren hatte es aus einzelnen Straßen Anträge gegeben, die Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren. Nachdem nun nach und nach viele Straßen ausgebaut und zum Teil die Fahrbahnbreite verringert wurde, entschloss sich die Gemeinde, ein Gesamtkonzept umzusetzen – Süderbrarup wird zum großen Teil verkehrsberuhigt.

Nicht erfüllen will die Gemeindevertretung jedoch den Wunsch eines Einwohners, der ein Grundstück in der Waldstraße besitzt. Er hatte beantragt, große Eichen und Buchen an der Straße abzuholzen und gegen niedrig wachsende Büsche auszutauschen. Begründet wurde die Forderung mit dem anfallenden Mengen an Laub und Eicheln. Die Gemeinde hatte als Experten einen Baumsachverständigen konsultiert, der allerdings keine Notwendigkeit sah, die Bäume abzuholzen. Die gesamte Vertretung schloss sich diesem Ratschlag an.

Beratungsbedarf sieht die Gemeindevertretung zu einem weiteren Antrag eines Bürgers. Der hatte angeregt, den Spielplatz Kastanienweg/Mühlenberg zu einem Bolzplatz umzugestalten. Allerdings haben sich weitere Anlieger inzwischen gegen das Vorhaben gewandt. Bürgermeister Bennetreu machte deutlich, dass eine Umwandlung nur möglich sei, wenn der Bebauungsplan das hergebe. Hans-Walter Niendorf will die Maßnahme nicht so hoch aufgehängt wissen. Er interpretierte den Antrag dahingehend, auf dem Spielplatz auch mit dem Ball spielen zu dürfen. Allerdings sei den Spielmöglichkeiten der Kinder Vorrang zu geben. Auf die Verpflichtung der Gemeinde gegenüber den Anliegern wies Wolfgang Warwel hin. Regina Burgwitz und Voller Boldt beendeten letztlich die Diskussion mit dem Vorschlag, den Antrag erneut im Ausschuss zu beraten.

Da in Süderbrarup die Nachfrage nach Baugrundstücken hoch ist, hat die Vertretung ihr grundsätzliches Einverständnis erklärt, das Baugebiet „Pleistruper Park“ zu erweitern, allerdings unter Vorgaben. So forderte Regina Burgwitz eine Anbindung des Baugebietes an die Kappelner Straße und Hans-Walter Niendorf mahnte die Fertigstellung der bisher bereits erschlossenen Flächen an.

Ein Lärmaktionsplan beschäftigt seit einigen Monaten die Gemeindevertretung. Handlungsbedarf besteht nicht, gleichwohl sieht die Gemeinde die Lärmbelastung für die Anlieger an der B 201. In diesem Zusammenhang brachte Bürgermeister Bennetreu eine Umgehungsstraße wieder ins Gespräch. Eine Planung für eine nördlich der Gemeinde verlaufene Umgehungsstraße ist vor einigen Monaten vom Wirtschaftsminister „kassiert“ worden.

Wenig Gegenliebe fand ein Antrag des großen Nachbarn Kappeln. Dort ist als Ersatz für die ehemalige Bundeswehrschwimmhalle ein Interkommunales Schwimmbad im Gespräch, das von den Nachbargemeinden mitfinanziert werden soll. Für erste Planungskosten werden 6000 Euro benötigt, die, so der Wunsch aus Kappeln, von den Nachbargemeinden mit aufgebracht werden sollen. Der Plan stieß auf wenig Verständnis. „Die Planungskosten gehören in die Gesamtbaukosten“, befand Hans-Walter Niendorf, und darüber müsse bei Vorlage entschieden werden. Friedrich Bennetreu fand mit seiner Anmerkung, auch Süderbrarup unterhalte ein Schwimmbad, die Unterstützung der gesamten Vertretung. Damit war der Antrag abgelehnt.

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