„Wikingerstadt Schleswig“? : Suche nach einem neuen Slogan geht in die nächste Runde

Wikinger und Dom – passt das zusammen?
Wikinger und Dom – passt das zusammen?

Der Kulturausschuss ist sich immer noch nicht einig, ob das Wort „Wikingerstadt“ eine gute Werbung für Schleswig wäre. Jetzt sollen Marketing-Büros eingeschaltet werden.

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16. Januar 2015, 16:17 Uhr

Die Kuh ist noch immer nicht vom Eis. Zumindest aber rückt ein Ergebnis etwas näher, was Schleswigs Suche nach einem neuen Slogan betrifft. Gestern befasste sich der städtische Kulturausschuss erneut mit dem Thema und dem von der lokalen Wirtschaft favorisierten Titel „Wikingerstadt Schleswig“. Ergebnis: Marketing- und Grafikbüros sollen nun zu einem entsprechenden Wettbewerb aufgerufen werden – mit der Bedingung, dass darin die Ergebnisse der Bürgerbefragung berücksichtigt werden, zu der die Stadt im Dezember aufgerufen hatte.

Dabei hat sich die Mehrheit der Teilnehmer (78 Prozent) dafür ausgesprochen, dass das Kernthema Wikinger zentraler Bestandteil eines neuen Stadt-Slogans und -Logos sein soll (wir berichteten). „Die Welt der Wikinger ist für viele Menschen sehr interessant, und nur wir alleine können diese Karte in Deutschland spielen“, sagte Bürgermeister Arthur Christiansen und richtete dabei auch seinen Blick auf eine mögliche Ernennung Haithabus und des Danewerkes zum Unesco-Weltkulturerbe. Er schlug deshalb vor, dass der Kulturausschuss mit einem positivem Votum dem Hauptausschuss empfiehlt, zu einem entsprechenden Wettbewerb aufzurufen. Am Ende solle eine eigens dafür einzuberufene Jury die eingesandten Entwürfe sichten und auswerten. Die Ratsversammlung müsse schließlich grünes Licht für eine Umsetzung geben.

Obwohl die Mitglieder des Kulturausschusses am Ende diesem Vorschlag, der unter anderem auch von IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann unterstützt wurde, ihr Einverständnis gaben, wurde zuvor erneut ausgiebig diskutiert. So mahnte Birte Pauls von der SPD an, dass die Marketingexperten, die sich an dem Wettbewerb beteiligen wollen, „ergebnisoffener und nicht so starr auf das Thema Wikinger fixiert“ auf die Suche nach einem neuen Slogan gehen sollten. Ein Vorschlag, der nicht nur bei der CDU auf Unverständnis stieß. „Wir haben gemeinsam beschlossen, dass wir die Bürger befragen. Das haben wir gemacht, also sollten wir jetzt das Ergebnis akzeptieren und bei den Wikingern bleiben“, sagte Horst Hoppe. Auch Rainer Wittek vom SSW betonte: „Wenn wir jetzt wieder von vorne anfangen, hätten wir uns die ganze Bürgerbefragung sparen können.“ Eine Meinung, die auch Ausschussvorsitzende Babette Tewese (Grüne) teilte.

Stefan Wesemann begrüßte, dass schließlich doch eine Einigung zustande kam, mahnte aber auch zur Eile. „Die Wirtschaft ist manchmal ungeduldig. Aber die Extraschleife mit der Bürgerbefragung war sehr fruchtbar für die ganze Diskussion. Das können wir mit reinnehmen in den Wettbewerb.“

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