zur Navigation springen

Orkantief „Christian“ : Sturm hinterlässt in Schleswig Spur der Verwüstung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im gesamten Schleswiger Stadtgebiet Bäume entwurzelt, Dächer beschädigt, Zäune zerstört. Die Polizei musste zeitweise mehrere Straßen sperren.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2013 | 07:45 Uhr

Mit einem Tempo von fast 120 Kilometern pro Stunde fegte das Orkantief Christian gestern über Schleswig hinweg – und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Dutzende Bäume konnten dem Winddruck nicht standhalten und stürzten um. Etliche Dächer wurden in Mitleidenschaft gezogen. Dabei gab es einen Verletzten. In der Lornsenschule erlitt ein Oberstufenschüler Schnittverletzungen, als ein Dachziegel ein Fensterglas zerstörte.

Die Feuerwehr war ab dem frühen Nachmittag im Dauereinsatz. Gegen 18 Uhr hatten Wehrführer Sönke Schloßmacher und seine Mitstreiter bereits 45 Einsätze absolviert. Höchste Priorität hatten dabei umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. Birken, Eichen und Kastanien wurden mit Kettensägen zerschnitten und abtransportiert. Dennoch konnte ein Verkehrschaos in der Innenstadt nicht verhindert werden. Ein vom Wind auf die Seite gedrückter Baum blockierte eine Fahrspur der Schleistraße. Die Polizei regelte den Verkehr. Dennoch kam es zu einem Stau, der zeitweise bis zum ZOB reichte. Der südliche Abschnitt der Flensburger Straße (ab Hühnerhäuserkreuzung) wurde zeitweise sogar voll gesperrt. Damit war die wichtigste Nord-Süd-Trasse nicht nutzbar, was wiederum zu Verkehrsspitzen in der Bismarckstraße führte, wo ebenfalls die Polizei eingreifen musste.

Im gesamten Stadtgebiet wurden Dächer in Mitleidenschaft gezogen. Den größten Schaden richtete der Sturm im St.-Johannis-Kloster an. Er riss drei große Löcher in das Dach der Kirche und entwurzelte zehn Bäume. „Gottseidank ist niemandem etwas passiert“, sagte Priörin Gesa Baronin von Maydell gestern Abend gegenüber unserer Zeitung.

Das Rathaus war ab 15 Uhr nur noch über einen Seiteneingang am Graukloster erreichbar. Der Zugang über das Hauptportal war zu gefährlich. Die Verwaltung fürchtete, dass Dachziegel auf den Weg direkt vor dem Rathaus fallen und Passanten verletzen könnten – eine sehr reale Gefahr, wie ein Blick in den Rathaus-Innenhof zeigte. Dort lagen mehrere Dachziegel im Gras.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen