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Schleswiger Nachrichten

19. Oktober 2017 | 15:38 Uhr

Strohlager ging in Flammen auf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Dank eines kürzlich erst wiederhergestellten Löschteiches ging ein Brand in Dollerup glimpflich aus

von
erstellt am 24.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Mehrfach Glück im Unglück hatten die Bewohner des Hofes Rabenholz in Dollerup. Der Brand eines großen mit Folie abgedeckten Strohlagers am gestrigen Vormittag blieb ohne schlimmere Folgen. Ausschlaggebend dafür waren gleich mehrere Faktoren: der schnelle zielgerichtete Einsatz der Wehren aus Dollerup und Terkelstoft, eine günstige Windrichtung und der Umstand, dass der hofeigene Feuerlöschteich, vorher lange außer Funktion, erst seit wenigen Tagen wieder voll genutzt werden kann.

Nach dem Sirenenalarm um 10.54 Uhr waren die beiden Wehren innerhalb weniger Minuten vor Ort. Unter Leitung des Dolleruper Wehrführers Jürgen Hinrichsen ging es zunächst darum, einen unmittelbar angrenzenden Stall vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Darin befindliche Jungbullen und weitere Strohvorräte wurden vorsorglich herausgeholt. Draußen gelang es, schnell die erste Strohschicht neben der Giebelwand abzutragen und diesen Gefahrenpunkt zu entschärfen.

Beim Abtransport erwies sich der mit einer großen Schaufel ausgerüstete Teleskop-Lader eines örtlichen Landwirts, der zugleich auch Feuerwehrmann ist, als äußerst hilfreich. Mit ihm und später mit einem zweiten Lader wurde der Strohvorrat auf eine benachbarte Wiese gebracht, dort ausgebreitet und unter Aufsicht der nachträglich alarmierten Wehr Langballig kontrolliert abbrennen gelassen.

Während die Wehr Terkelstoft die Wasserversorgung mit einer Motorpumpe vom 200 Meter entfernten Löschteich sicherstellte, versuchten die anwesenden Atemschutzgeräteträger das stark qualmende Stroh zu löschen, bis es abtransportiert wurde. Insgesamt fielen nach Aussage des landwirtschaftlichen Betriebsleiters Andreas Andresen etwa 75 Großballen Stroh dem Feuer zum Opfer. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt.

Der Hof Rabenholz gehört zu den Mürwiker Werkstätten. Dort wohnen und arbeiten Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Landwirtschaft, Brennholzproduktion und Hauswirtschaft. Die Wasserleitung, die zum weit außerhalb der Ortslage liegenden Hof führt, weist einen Querschnitt von nur 50 Millimetern auf. Das reicht nach Aussage von Wehrführer Hinrichsen noch nicht einmal für den kleinsten Feuerlöschschlauch aus. Glücklicherweise sei der Löschteich gerade fertiggestellt worden. „Insofern war dieser Einsatz eine ‚scharfe‘ Generalprobe.“

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