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Schwarzdeckenunterhaltungsverband : Straßen-Sanierung wird stetig teurer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ab 2015 zahlen die Gemeinden jedes Jahr einen Cent mehr pro Quadratmeter Asphalt

Der Beitrag von 21 Cent je Quadratmeter Asphalt bleibt in Anbetracht der schwierigen Finanzsituation einzelner Gemeinden 2014 unverändert – eine gute Nachricht für die 67 Gemeinden, die Mitglied des Schwarzdeckenunterhaltungsverbandes (SUV) Süd im Kreis Schleswig-Flensburg sind. Im Rahmen eines Stufenmodells soll aber ab 2015 bis zum Ende der Wahlperiode, also bis einschließlich 2018, eine jährliche Beitragserhöhung um jeweils einen Cent Euro auf schließlich 25 Cent je Quadratmeter Beitragsfläche erfolgen. Das beschlossen die anwesenden Vertreter einstimmig auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung im Hotel Ruhekrog in Lürschau.

Dem SUV Süd gehören sieben Ämter mit 67 Gemeinden, rund 2060 Wegen, 1400 Kilometern und einer Beitragsfläche von gut fünf Millionen Quadratmetern an. Er setzt sich im Bereich West aus den Ämtern Arensharde mit neun Gemeinden, Haddeby (8), Kropp-Stapelholm (14) und im Bereich Ost aus den Ämtern Kappeln-Land (4), Mittelangeln (2), Südangeln (16) und Süderbrarup (14) zusammen.

Werner Dethlefsen, zuständig für die technische Betreuung im Amt Haddeby, berichtete, dass im Jahr 2013 jeweils 24 Wege im Bereich West und Ost saniert wurden, davon 37 300 Quadratmeter im Bereich West und 33 840 Quadratmeter im Bereich Ost, wofür Kosten von rund 800 000 Euro entstanden. Unter anderem standen für den Ausbau dieser Wege 177 200 Euro als Landeszuschuss zur Verfügung. Für Flickarbeiten wurden 300 Tonnen Material bei Kosten von 85 500 Euro verarbeitet. In drei Gemeinden wurden rund 9550 Quadratmeter dünne Schichten im Kalteinbau auf zwei Wegen, davon eine gemeindeübergreifend, hergestellt für Kosten von 75 500 Euro. Bis auf den Kreiszuschuss von 41 100 Euro und die erwähnten Landesmittel standen keine weiteren Sondermittel zur Verfügung. Vielmehr muss der Verband noch 70 000 Euro Zuschüsse für Straßenbaumaßen der Gemeinden gewähren.

Zur Entwicklung der Kassenlage des Verbandes in diesem Jahr führte Heike Pohl, stellvertretende Verwaltungs- und Kassenführerin, aus, dass der heutige Bestand rund 196 000 Euro beträgt, die Schlussrechnungen für Unterhaltungsarbeiten aber noch ausstehen. Der Entwurf der Haushaltssatzung für 2014 wurde im Verwaltungshaushalt in Einnahme und Ausgabe mit 1 326 100 Euro und der Vermögenshaushalt mit 111 600 Euro festgesetzt sowie der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 25 000 Euro. Der Haushaltssatzung mit einem Gesamtvolumen von 1 437 700 Euro wurde zugestimmt.

Als ehemalige Kreistagsabgeordnete berichtete Dr. Sabine Sütterlin-Waack, dass die Kreiszuschüsse für die Unterhaltung der Gemeindestraßen im Kreishaushalt 2014 nicht mehr eingeplant wurden. Helmut Ketelsen aus Schuby machte deutlich, wie wichtig die Solidargemeinschaft des SUV Süd sei, ohne ihn sei die Finanzierung der Straßenunterhaltung für einzelne Gemeinden kaum zu bewältigen. Gleichzeitig bedankte er sich beim Verstandsvorsteher Bernd Nissen ausdrücklich für die geleistete Arbeit.

 


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erstellt am 04.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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