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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 15:14 Uhr

Busdorf : Stolperfalle vor der Amtsverwaltung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gemeindevertreter monieren schlechten Straßenzustand im Achterwall.

Der Zustand der Pflastersteine im Achterwall kurz vor dem Amtsgebäude in Busdorf ärgert die Gemeindevertreter schon länger. Für Kinder, Senioren mit Rollatoren, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Gehbehinderung ist die Straße an dieser Stelle eine Stolperfalle. Wer nicht aufpasst, kommt leicht ins Straucheln oder stürzt gar. Die Gemeindevertreter suchen daher nun das Gespräch mit dem Landschaftsbauunternehmen, das die Steine 2013 verlegt hat.

Unzufrieden sind auch einige Busdorfer mit der Breitbandversorgung im Ort. Noch nicht alle haben Zugang zum schnellem Internet. In großen Teilen der Gemeinde steht eine bessere Versorgung daher auf der Wunschliste.Die geplante Bildung eines amtsweiten Breitband-Zweckverbandes, um die ländlichen Bereiche der acht Gemeinden im Amt Haddeby für die Zukunft zu rüsten, sorgte dennoch für Informationsbedarf in der Busdorfer Gemeindevertretung. „Mir erschließt sich das nicht, warum sollen wir Busdorfer daran teilnehmen?“, wollte Gemeindevertreterin Svenja Jeß (BWG) wissen. „Was haben wir davon? Bezahlen wir in Busdorf wieder, damit das ganze Amt versorgt wird?“, fragte auch Dieter Oehlert (CDU) seine Mitstreiter. Bürgermeister Peter Seemann (CDU) und Gemeindevertreter Kay-Michael Heil (CDU) erörterten das solidarische Zusammenspiel der Gemeinden als Zweckverband. Nur gemeinsam werde der Ausbau zu schaffen sein. „Es geht jetzt erst darum, dies auf die Spur zu bringen. Ich halte diesen Weg für richtig“, betonte Heil. Schließlich wurde die Gründung eines Zweckverbandes einstimmig bejaht.

Zukünftig werden sich die Gemeindevertreter im Amt Haddeby mit der Einrichtung einer Straßenausbausatzung beschäftigen müssen, die eine Beteiligung der Bürger an den Ausbau-, Sanierungs- und Instandsetzungskosten von Straßen, Bürgersteigen, Rinnsteinen und Regenwassereinläufen vorsieht. „Wir sind gezwungen die Anwohner an diesen Kosten zu beteiligen“, informierte Hans-Dieter Henningsen, Vorsitzender des Bau- und Wegeausschusses (CDU).

Einstimmig wurden die Hebesätze für das kommende Jahr erhöht, die nun für die Grundsteuer A und B jeweils auf 330 Prozent (zuvor 310 Prozent) festgelegt wurden. Die Gewerbesteuer wurde auf 360 Prozent (zuvor 320 Prozent) erhöht. In der Haushaltssatzung für 2017 wurde ein Fehlbetrag von rund 104  000 Euro festgestellt.

Ein Antrag auf Bezuschussung der Betreuungsmaßnahmen an der dänischen „Gottorp-Skolen“ wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Neufassung der Hundesteuersatzung, die eine Streichung der Kampfhundeverordnung vorsieht, wurde einstimmig bestätigt.

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