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Vertrag mit Generalplaner unterzeichnet : Startschuss für Feuerwachen-Neubau

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Stadt errichtet für 6,4 Millionen Euro zwei Gerätehäuser. Der erste Spatenstich soll schon im Mai erfolgen.

Unmittelbar vor seinem zweiwöchigen Herbsturlaub hatte Bürgermeister Arthur Christiansen am Freitagvormittag im Rathaus noch einen freudigen Akt zu vollziehen: Mit der Unterschrift unter den Generalplaner-Vertrag mit dem Kieler Architektenbüro bbp gab er den offiziellen Startschuss für den Bau der Feuerwachen am Karpfenteich und am Kattenhunder Weg. Dies sei „ein sehr schöner Tag für die Feuerwehr Schleswig“, befand Wehrführer Sönke Schloßmacher. „Die Kameraden freuen sich, dass mit dem Vertrag das Signal gegeben wird, dass die Feuerwehr eine Zukunft hat.“ Entsprechend sprach auch Christiansen von einem „guten Tag für Schleswig“.

Die Kosten bezifferte Bauamtsleiterin Manja Havenstein auf rund 3,6 Millionen Euro für die Wache am Karpfenteich im Friedrichsberg und rund 2,8 Millionen Euro für das Gerätehaus am Kattenhunder Weg. Finanziert werden die Bauten zu 100 Prozent mit städtischen Mitteln. Der Spatenstich auf dem Gelände am Bahnhof soll im Mai kommenden Jahres erfolgen. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2017 geplant. Mit dem Bau der Feuerwache „Nordost“ soll laut Havenstein im Frühjahr 2017 begonnen werden. Ein Jahr später, im Frühjahr 2018, sollen die Kameraden des Löschzugs Altstadt dann ihr neues Quartier in Beschlag nehmen können. Auf dem Gelände am Kattenhunder Weg nahe der Firma Klinker befindet sich aktuell noch eine Kleingartenkolonie.

Mit bbp hat ein Architektenbüro die Ausschreibung gewonnen, das beim Bau von Feuerwachen besondere Referenzen vorzuweisen hat. Die Schleswiger Feuerwachen seien ihr zwölftes derartiges Projekt, berichtete Firmenchef Rolf Petersen. So habe er zum Beispiel auch die Feuerwachen in Preetz, Eutin und Lübeck geplant und realisiert.

Jetzt wolle man schleunigst in die Detailplanung gehen, kündigte Manja Havenstein an. Für dem 5. November sei ein Auftaktgespräch mit allen Beteiligten anberaumt. Pläne, wie die neuen Wachen aussehen könnten, gibt es bislang noch nicht.

Die derzeitigen Gerätehäuser am Erdbeerenberg und an der Königstraße platzen aus allen Nähten und entsprechen in vielerlei Hinsicht nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen. Für die Kameraden des Friedrichsberger Löschzuges etwa gibt es in ihrem mehr als 80 Jahre alten Domizil am Erdbeerenberg nicht mal Duschen und Umkleiden. Unhaltbare Zustände, auf die Schloßmacher und auch die Unfallkasse seit Jahren aufmerksam machen. Zwischenzeitlich hatte die Kommunalpolitik erwogen, eine neue zentrale Feuerwache auf dem Schleihallen-Gelände zu bauen. Entsprechende Pläne wurden aber wieder verworfen, auch weil Bedenken bestanden, dass man von dort aus die vorgeschriebene Rettungsfrist von zehn Minuten für das gesamte bewohnte Stadtgebiet nicht hätte einhalten können.

Nun ist Wehrführer Schloßmacher froh, dass rechtzeitig zum Jubiläum Fakten geschaffen werden – die Schleswiger Feuerwehr feiert 2016 ihr 150-jähriges Bestehen. Dabei dankte er Bürgermeister Christiansen, der in Sachen Neubau endlich die Bremsen gelöst habe. Christiansen wiederum betonte, dass er das Thema zur Chefsache gemacht habe. Und mit einem Augenzwinkern wies er darauf hin, dass er wohl der einzige Bürgermeister in Schleswig-Holstein sei, unter dessen Ägide gleich zwei Feuerwachen gebaut werden.

Christiansen erklärte, dass man auch bereits an einer Nachnutzung der bisherigen Gerätehäuser arbeite. Er sagte, dass man für den Erdbeerenberg in Gesprächen mit der benachbarten Arbeiterwohlfahrt sei. Das Gebäude an der Königstraße werde in die Neugestaltung des „Parkhausquartiers“ miteinbezogen. Bleibt noch das Gerätehaus im Lollfuß, wo die Jugendfeuerwehr untergebracht ist. Was mit diesem Gebäude passieren wird, sei noch unklar, so Christiansen. Der Feuerwehr-Nachwuchs soll in die neue Friedrichsberger Wache umziehen.

 

 

 

 

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erstellt am 17.Okt.2015 | 07:10 Uhr

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