zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

20. Oktober 2017 | 09:23 Uhr

Schleswig : Stadtwette verloren

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

6500 Besucher und Superstimmung bei Stanfour-Konzert auf der Schloss-Insel – und Bürgermeister Arthur Christiansen muss zur Strafe ins Sumo-Kostüm.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2015 | 10:03 Uhr

Hätte der Himmel ein wenig früher seine Schleusen über der Gottorfer Schlossinsel geöffnet – wer weiß, womöglich hätten die Schleswiger ihre Stadtwette im Rahmen der NDR-Sommertour doch gewonnen. So aber reichten die vorgegebenen 15 Minuten nicht aus, um ein Bassin mit 10  000 Litern Wasser zu füllen und die darin befindliche Jolle – in Anlehnung an die Sonderausstellung im Schloss „Hedvig Sofia“ getauft – so weit anzuheben, dass die am Segelmast befestigen Nägel zwei Ballons platzen ließen. Dabei hatten sich unter Federführung der Feuerwehr weit mehr als hundert Schleswiger – und auch einige Urlauber – in drei lange Reihen aufgestellt. Dutzende Fünf-Liter-Eimer waren dann von einer Hand zur nächsten gewandert. Dabei hatten sich die meisten der 6500 Besucher, die an diesem Abend auf die Schlossinsel gekommen waren, vor der Wette optimistisch gezeigt. So auch Tanja Hansen, Mitarbeiterin vom Sponsor VR Bank Schleswig-Flensburg, die einen „Daumen hoch“ zeigte. Und Helferin Nadine Behrens war überzeugt: „Das schaffen wir.“

Bei so viel Kampfgeist stellten die Moderatoren Vèrena Püschel vom Schleswig-Holstein-Magazin sowie Jan Bastick von NDR 1 Welle Nord nach der verlorenen Stadtwette großzügig fest: „Der Wille war da, nur das Wasser fehlte.“ Das kam umso mehr von oben. Kaum war die Stadtwette vorbei, setzte ein hartnäckiger Dauerregen ein – der der guten Laune allerdings keinen Abbruch tat. Zunächst brachten Bürgermeister Arthur Christiansen und Stadtmanager Rüdiger Knospe als tanzende Sumoringer das Publikum – und sich selber – zum Lachen. Bei der Partyband Freestyle und den Föhrer Musikern von Stanfour tanzte dann auch der Rest der Zuschauer – in Regenponcho oder mit Regenschirm in der Hand.

Manche machte das Wetter kreativ: so nutzte Werner Nöske den orangen Plastikeimer, mit dem er eben noch Wasser geschöpft hatte, kurzerhand als Kopfbedeckung als Schutz gegen den Regen. „Wunderbar“ sei die Veranstaltung, meinte er, „endlich ist was los hier“. Auch die Kieler Birgit und Guido Holdmann, die mit ihrem Wohnmobil am Stadthafen verweilen, lobten die „prima Stimmung“ und die Mühe, die sich die Organisatoren gegeben haben.

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen