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Friedrichsberg : Stadtmuseum will attraktiver werden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Planungsbüro entwirft Konzept zur Umgestaltung der Dauerausstellung. Stadt und Aktivregion teilen sich die Kosten.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 07:45 Uhr

Es ist, allein von der Architektur her, zweifellos einer der schönsten Gebäudekomplexe der Stadt – der Günderothsche Hof im Friedrichsberg. Allerdings hält das Innere des darin beheimateten Stadtmuseums nicht mehr ganz das, was das schicke Äußere verspricht. Denn zumindest die im Haupthaus präsentierte Dauerausstellung zur Schleswiger Stadtgeschichte ist längst nicht mehr „up to date“, wie dessen Leiter Holger Rüdel betont. 13 Jahre ist es bereits her, dass die Schauräume im Palais umgestaltet wurden. Höchste Zeit also, einen erneuten Schnitt zu wagen, „um das Museum wettbewerbsfähig zu halten“. Der soll nun erfolgen. Deshalb hat die Stadt, in Zusammenarbeit mit der Aktivregion Schlei-Ostsee, ein Planungsbüro damit beauftragt, ein umfassendes Konzept für die Neugestaltung der Dauerausstellung sowie die Optimierung der Verbrauchskosten in Auftrag zu erarbeiten.

Insgesamt 50 000 Euro kostet die Erstellung dieses Entwurfes. Rund 23 000 Euro davon stammen (über die Aktivregion) aus EU-Mitteln. Den Rest übernimmt die Stadt. „Ich weiß, dass es immer wieder Klagen gibt, wenn man Konzepte erstellen lässt. Aber man muss am Ende einfach wissen, was man tut“, erklärt Julia Pfannkuch, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice. Sie halte es für dringend erforderlich, dass das Herzstück des Stadtmuseums – die Stadtgeschichte – noch mehr in den Vordergrund gerückt und entsprechend präsentiert wird. Deshalb läge bei einer möglichen Umgestaltung der Ausstellungsräume der Fokus allein darauf; das „Teddybär-Haus“ und die Sammlung Dr. Gunkel (historische Spielzeuge) seien aus der Konzeption ausgeklammert.

Rund 20 000 Besucher kommen jährlich ins Stadtmuseum. „Im Landesvergleich sind das hervorragende Zahlen“, betont Holger Rüdel. Damit das aber auch in Zukunft so bleibt, müsse man sich noch stärker in der regionalen Museumslandschaft profilieren. Ein Ansatz wäre, die deutsch-dänische Geschichte, in dessen Zentrum Schleswig stets gestanden habe und noch immer stehe, noch mehr zu akzentuieren. Dabei müsse auch der Bildungsauftrag, den ein Museum zu erfüllen habe, noch weiter ausgebaut werden, fügt Julia Pfannkuch an. Ebenso müsse die Einrichtung attraktiver für Touristen werden.

Aus diesem Grund ist auch die Ostseefjord Schlei GmbH in die Umgestaltungspläne für das Museum eingebunden. So wird dessen Geschäftsführer Max Triphaus an zwei Workshops teilnehmen, zu der die Stadt im Zuge der Konzeptentwicklung noch im März einladen wird. Dabei sollen sich die Teilnehmer mit den zentralen Fragestellungen der Projektskizze und den konkreten Vorstellung des mit der Umsetzung beauftragten Planungsbüros „Complizen“ (Halle/Berlin) befassen. Mit dabei sind auch Mitglieder aller Parteien, die im städtischen Kulturausschuss vertreten sind. „So haben wir gleich alle mit im Boot und können später hoffentlich gemeinsam effektiver weiterarbeiten“, sagt Julia Pfannkuch.

Bis zum 10. September muss, so die Vorgabe, „Complizen“ den endgültigen Entwurf abgegeben haben. Danach wird sich der Kulturausschuss mit dessen einzelnen Bausteinen beschäftigen. Welche am Ende zu welchem Zeitpunkt umgesetzt werden, hängt sicherlich auch an den zu erwartenden Kosten. Pfannkuch hofft aber, dass man dann erneut Zuschüsse von der Aktivregion erhalten wird. „Wenn alles gut läuft, können wir vielleicht noch 2015 mit der Umsetzung beginnen. Fest steht, dass wir dieses Konzept nicht für die Schublade erstellen lassen.“

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