Schleswig : Stadthistoriker suchen alte Fotos und Dokumente

Nach der Jahresversammlung im Plenarsaal des Oberlandesgerichts: der Vereinsvorsitzende Klaus Nielsky mit OLG-Präsidentin Uta Fölster.
Nach der Jahresversammlung im Plenarsaal des Oberlandesgerichts: der Vereinsvorsitzende Klaus Nielsky mit OLG-Präsidentin Uta Fölster.

Die Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte ist gut aufgestellt.

shz.de von
09. Juni 2018, 16:45 Uhr

Mit mehr als 550 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von rund 25 000 Euro für 2017 zählt die Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte zu den größeren Vereinen in der Schleistadt. Kontinuität bei der satzungsgemäßen Aufgabe, „Kenntnisse von der Vergangenheit der Stadt Schleswig zu vermitteln“ bietet der noch für zwei Jahre amtierende Vorstand mit Altbürgermeister Klaus Nielsky an der Spitze. Zum derzeitigen Leitungsgremium gehören der zweite Vorsitzende und Redaktionsleiter der „Beiträge zur Schleswiger Stadtgeschichte“ Matthias Schartl, die Schatzmeisterin Claudia Jeswein und der Internetbeauftragte Jürgen Rademacher.

Auf der Jahresversammlung des Vereins im Plenarsaal des Oberlandesgerichts bat Nielsky die Bevölkerung, Bestände an Fotos aus der Geschichte Schleswigs auch künftig der Gesellschaft für die Archive oder zur Veröffentlichung zugängig zu machen. In seinem Jahresbericht hob Nielsky außerdem die „sehr positive Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum“ hervor, die dessen Leiterin Dörte Beier und ihrem Team zu verdanken sei. Unter dem Motto „Geschichte vor Ort“ seien dort weitere Veranstaltungen geplant, unter anderem über „Leben, Leiden und Sterben im Friedrichsberg 1667-1803“ mit einer Auswertung von Kirchenbüchern von Falk Ritter am 11. September oder über Louis Appia und Charles van de Velde, „die beiden ersten Rotkreuz-Delegierten der Weltgeschichte“ am 6. November.

Von den „Beiträgen zur Schleswiger Stadtgeschichte“ ist Nielsky zufolge der 62. und zugleich neueste Band erhältlich, der Einzelaufsätze sowie die Rubriken „Häuser, Straßen und Gärten“ und „Lebenserinnerungen“. Eine Neuwahl gab es dann doch noch; als Kassenprüfer wurde Wolfgang Klockow gewählt, der diese Aufgabe gemeinsam mit Michael Sager wahrnimmt.

Nach dem offiziellen Teil gab Oberlandesgerichtspräsidentin Uta Fölster Einblicke in ihre Arbeit und ihren Werdegang. Als Beispiel aus der praktischen Arbeit eines Strafsenats im OLG nannte Fölster den Fall des katalonischen Politikers Carles Puigdemont. Unabhängig vom Ausgang des Auslieferungsverfahrens sei die staatsanwaltliche und gerichtliche Behandlung des europäischen Haftbefehls „ein gutes Beispiel für die Unabhängigkeit der Richter und der Justiz“.

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