Schmid-Villa : Stadt zeigt sich gesprächsbereit

Die Schmid-Villa am Stadthafen in Schleswig soll abgerissen werden.
Die Schmid-Villa am Stadthafen in Schleswig soll abgerissen werden.

Bürgermeister Christiansen kündigt überarbeitete Entwürfe für die geplanten Wohnblocks am Stadthafen an. Die Bürgerinitiative setzt unterdessen ihre Unterschriftensammlung fort.

von
20. Januar 2015, 07:54 Uhr

Die Initiative gegen die geplanten Wohnblocks auf dem Grundstück der Schmid-Villa kommt ihrem Ziel näher, ein Bürgerbegehren anzustrengen. Die Mitglieder haben seit Jahresbeginn bereits 1100 der erforderlichen 1600 Unterstützer-Unterschriften gesammelt. Unterdessen versucht Bürgermeister Arthur Christiansen, mit den Gegnern des Bauvorhabens ins Gespräch zu kommen. Vor wenigen Tagen hatte er Vertreter der Bürgerinitiative ins Rathaus eingeladen – aber eine Absage kassiert. „Wir haben in dem Termin keinen Sinn gesehen“, sagte Initiativensprecherin Katrin Herrmann (Foto) gestern auf SN-Nachfrage. Vor Weihnachten habe man sich bereits mit dem stellvertretenden Bürgermeister Stephan Dose und dem Bauausschuss-Vorsitzenden Klaus Bosholm (beide SPD) getroffen – „ohne Ergebnis“. Sinnvollen Gesprächen werde man sich jedoch nicht verweigern. Ein Problem habe die Initiative jedoch mit Gesprächen hinter verschlossenen Türen. „Sollten sich die Pläne erkennbar grundlegend ändern, würden wir eine Mitteilung über die interessierte Öffentlichkeit vorziehen“, sagte Herrmann.

So saß der Bürgermeister beim Gespräch nun lediglich mit Vertretern der Ratsversammlung, Stadtwerke-Chef Wolfgang Schoofs, den Bauamtsleiterinnen Manja Havenstein und Britta Gutknecht sowie Vertretern des Investors Uwe Hahn zusammen, der auf dem Grundstück der Schmid-Villa am Stadthafen 50 seniorengerechte Wohnungen plant. „Es herrschte Einigkeit darüber, zunächst einen gemeinsamen ästhetischen Rahmen sowie qualitative Anforderungen festzulegen“, berichtete Rathaus-Sprecherin Antje Wendt. Dabei werde auch die Geschosshöhe eine Rolle spielen.

Hahns bisherige Pläne sehen bis zu fünf Geschosse vor. Noch ist offen, ob er sich auf niedrigere Häuser einlassen würde. Ergebnisse würden in den nächsten zwei Monaten vorliegen und der Bürgerinitiative mitgeteilt, sagte Wendt. Christiansen zeigte sich zuversichtlich, eine „konstruktive Lösung für das Grundstück zu finden, die von den Schleswigern mitgetragen werden kann“.

Die Bürgerinitiative setzt unterdessen ihre Unterschriftensammlung gegen das Vorhaben fort. Sie plant für diese und die kommende Woche mehrere Infostände, an denen Schleswiger Bürger unterschreiben können: Auf dem Capitolplatz jeweils am Freitag von 14 bis 18 Uhr und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr und auf dem Wochenmarkt (Stadtfeld) am Sonnabend ebenfalls von 10 bis 12 Uhr. Außerdem liegen jetzt Unterschriftenlisten im Naturmarkt (Königstraße 20) und in der Ballettschule Haardt (Stadtweg 20) aus.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen