Berender Redder : Stadt setzt auf Online-Reservierungen

Sind überzeugt davon, Häuslebauern ein attraktives Angebot unterbreiten zu können: (v.l.) Klaus-Günter Nebel und sein Büroleiter Jürgen Neurohr, Torsten Eickstädt und Kerstin Dannemann vom Liegenschaftsamt  sowie Bauausschussvorsitzender Klaus Bosholm.
Sind überzeugt davon, Häuslebauern ein attraktives Angebot unterbreiten zu können: (v.l.) Klaus-Günter Nebel und sein Büroleiter Jürgen Neurohr, Torsten Eickstädt und Kerstin Dannemann vom Liegenschaftsamt sowie Bauausschussvorsitzender Klaus Bosholm.

Interessenten können sich ab Dienstag ihr Wunsch-Grundstück im zweiten Bauabschnitt sichern.

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28. Juni 2014, 07:00 Uhr

Am kommenden Dienstag um Punkt 9 Uhr geht es los: Von diesem Zeitpunkt an kann man sich sein Wunsch-Grundstück im zweiten Bauabschnitt am Berender Redder sichern – und zwar online. „Es dauert nur ein paar Minuten und wenige Klicks: Schon hat man sich seinen Bauplatz reserviert“, verspricht Torsten Eickstädt vom städtischen Liegenschaftsamt und fügt an: „Dieses System hat sich absolut bewährt.“ Denn bereits bei der Platzvergabe für den ersten Bauabschnitt hätte man ausschließlich positive Erfahrungen mit der eigens dafür eingerichteten Internetplattform gesammelt.

Seitdem diese am 20. Juli 2009 online ging, wurden dort knapp 87 000 Klicks registriert. Ein sehr guter Wert, der für das Interesse am größten Neubaugebiet der gesamten Region spreche, wie Eickstädt betont. Gestern nun wurde die Seite www.schleswig-bplan75.de vorübergehend abgestellt. Ab Dienstag, 1. Juli, beginnt dann eine neue Zeitrechnung für die Planungen rund um den Berender Redder. Auf rund 74 000 Quadratmeter stehen 123 Bauplätze verteilt in fünf sogenannten „Inseln“ zur Verfügung und sollen insbesondere Familien an den nordwestlichen Stadtrand locken. Der Quadratmeterpreis für die Grundstücke liegt, wie bereits im ersten Bauabschnitt, zwischen 56 und 66 Euro. Die Förderung, die Familien unter bestimmten Bedingungen in Anspruch nehmen können, ist jedoch von damals 13,44 Euro auf nun 10,83 Euro gesunken. „Dafür ist das Zinsniveau inzwischen noch günstiger als etwa vor fünf Jahren“, erklärt Eickstädt, der davon überzeugt ist, dass die Stadt damit Häuslebauern „ein richtig gutes Angebot“ unterbreitet.

Das sieht auch Klaus Bosholm (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, so. „Die Lage in der Stadt und der günstige Preis bieten die besten Voraussetzungen dafür, dass die Nachfrage nach den Grundstücken schnell und gut anlaufen wird. Ich bin diesmal, anders als vor fünf Jahren, als viele doch skeptisch waren, optimistisch, dass sich die Investition der Stadt in die Erweiterung des Berender Redders lohnen wird“ betonte er auch mit Blick auf die Entwicklung im ersten Bauabschnitt.

Dort nämlich sind inzwischen 136 von 145 Bauplätzen verkauft. „Das Erfreuliche daran ist, dass mehr als 40 Prozent der Käufer von außerhalb Schleswigs oder sogar von außerhalb Schleswig-Holsteins kommen“, sagt Torsten Eickstädt. Insbesondere für diese Menschen sei die Möglichkeit der Online-Reservierung von Vorteil. Schließlich könne man auch bequem von seinem Schreibtisch etwa im Schwabenländle aus sein Grundstück sichern. Dazu bietet die Plattform sämtliche relevanten Informationen zu jedem einzelnen Bauplatz: Größe, Preis, Vorgaben aus dem Bebauungsplan, Fördermöglichkeiten. Ebenso wird das Angebot der Stadtwerke, das Baugebiet flächendeckend mit Strom, Wasser, Nahwärme und Highspeed-Glasfasernetz zu versorgen, erörtert. Gerade Letzteres werde von jungen Familien immer öfter nachgefragt – und auch verlangt, wie Eickstädt weiß.

Mit dem Internet-Angebot, das von der Schleswiger Firma Nebel und Partner (sie war auch für die Vermessungsarbeiten zuständig) erarbeitet wurde, hofft die Stadt, ein besonderes Service-Angebot geschnürt zu haben. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Erschließungsarbeiten, hofft Eickstädt, Ende des Jahres so weit fortgeschritten sein, dass dann auch schon die ersten Bauherren zur Tat schreiten könnten; spätestens aber nach dem Winter. Sollte sich dann zeigen, dass die Nachfrage tatsächlich so stark wie erhofft ausfällt, steht der Planung für den dritten und letzten Bauabschnitt am Berender Redder nichts mehr im Wege.

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