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Schleswiger Nachrichten

20. August 2017 | 08:22 Uhr

Hesterberg : Stadt schreibt Theater-Neubau aus

vom

Wenn Finanzierung steht, sollen Aufträge noch in diesem Jahr vergeben werden

Schleswig | Die 16,6 Millionen Euro für das neue Theater auf dem Hesterberg sind noch immer nicht vollständig beisammen, aber die Stadtverwaltung hat jetzt die Ausschreibung für Architekten, Statiker, Projektsteuerung und technische Gebäudeausrüstung in die Wege geleitet. Den entsprechenden Beschluss hatte die Ratsversammlung bereits Ende Juni gefasst.

In den Ausschreibungsunterlagen wird als Termin für den Baubeginn der April 2015 genannt. Dann sollen zunächst die Baracken auf dem hinteren Teil des Hesterberg-Grundstücks abgerissen werden. Ab September 2015 soll an dieser Stelle der eigentliche Theaterbau entstehen - mit einem Saal für 500 Besucher und Orchestergraben. Dieses Gebäude wird mit rund 13 Millionen Euro einen Großteil der gesamten Investitionssumme verschlingen. Der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudeensembles beginnt demnach im Januar 2016. Am 31. Juli 2017 soll alles fertig sein.

"Mit der Durchführung der Vergabeverfahren tritt die Stadt weiterhin bei der Realisierung des Theater- und Kulturcampus Hesterberg in Vorleistung", teilte Rathaus-Fachbereichsleiter Bernd Sachau jetzt mit. Die ersten Aufträge sollen Ende November vergeben werden. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Finanzierung bis dahin gesichert ist. Fünf Millionen Euro will die Stadt Schleswig aus eigenen Mitteln stemmen, zwei Millionen die Landestheater GmbH. Fragezeichen stehen insbesondere noch hinter den zwei Millionen Euro vom Kreis Schleswig-Flensburg und den 6,3 Millionen Euro, die aus verschiedenen Fördertöpfen des Landes kommen sollen. Hier reden auch die kommunalen Spitzenverbände mit, also die Vertreter der Kreise und Städte in Schleswig-Holstein, die zugunsten des Schleswiger Theaters auf Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich verzichten müssten.

Im Rathaus hatte man ursprünglich auf entsprechende Zusagen bis Ende Juli gehofft. Aber die Verhandlungen laufen noch.

Das Land Schleswig-Holstein hat bereits zugesagt, das Grundstück auf dem Hesterberg zur Verfügung zu stellen, auf dem sich bisher noch die Volkskundlichen Sammlungen des Landesmuseums befinden. Außerdem übernimmt das Land die schätzungsweise 800 000 Euro teure Schadstoffsanierung des historischen Gebäudekomplexes.

Grundlage für alle weiteren Planungen ist die Machbarkeitsstudie des Hamburger Architektenbüros DFZ. Dieses Büro hat nun auch die Möglichkeit, sich bis Ende August an der Ausschreibung für die weiteren Tätigkeiten zu beteiligen.

Im November sollen dann die Verträge unter Dach und Fach sein - sofern die Finanzierung bis dahin geklärt ist. Nur dann würde die Ratsversammlung den endgültigen Beschluss für den Theaterneubau fassen. Wenn das nicht klappt, wäre das gesamte Schleswig-Holsteinische Landestheater in Gefahr, weil mit Schleswig eine der drei zentralen Spielstätten dauerhaft wegfiele.

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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