In den Sommerferien : Stadt investiert in ihre Schulen

Noch ist nur zu erahnen, dass hier bald moderne Toiletten installiert sein werden: Maik Lehrmann vom Bauamt (re.) macht sich im Gespräch mit Kenny Koch von der Sanitär-Firma Mielewski ein Bild vom Fortgang der Arbeiten an der Domschule. Kniend: Lehrling Brian Gürtler.
Noch ist nur zu erahnen, dass hier bald moderne Toiletten installiert sein werden: Maik Lehrmann vom Bauamt (re.) macht sich im Gespräch mit Kenny Koch von der Sanitär-Firma Mielewski ein Bild vom Fortgang der Arbeiten an der Domschule. Kniend: Lehrling Brian Gürtler.

Rund 600 000 Euro fließen in diesem Sommer in die Sanierung von Klassenräumen, Toiletten und sonstige Baumaßnahmen an Schleswigs Schulen.

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24. Juli 2018, 16:13 Uhr

Sobald die Schüler in den Ferien sind, kommen die Handwerker. Auch in diesen Sommerferien werden jede Menge Bauunterhaltungsmaßnahmen an Schleswigs Schulen umgesetzt. Rund 600 000 Euro haben Maik Lehrmann und seine Kollegen Thomas Runge und Justus Richardsen vom Fachdienst Gebäudemanagement des städtischen Bauamt veranschlagt, um Klassenräume zu sanieren, Toiletten zu erneuern oder das Mauerwerk auszubessern (siehe Tabelle).

Allein 100 000 Euro fließen in die Erneuerung zweier Toilettenräume im ersten und zweiten Obergeschoss der Domschule. „Sanitärräume sind immer aufwendiger zu sanieren als Klassenräume“, sagt Bauleiter Lehrmann. Allein wegen der ganzen Leitungen. Die Räume sind völlig entkernt worden, so dass mehrere Gewerke gefordert sind. Alles muss gut organisiert sein, schließlich bleiben nur sechs Wochen Zeit für die Arbeiten. „Wir haben Handwerker, auf die wir uns verlassen können“, betont Lehrmann. Generell ist es derzeit schwierig, Handwerker zu bekommen – die Baubranche hat Hochkonjunktur. Aber die Firmen, die sich in den Ausschreibungen für die Arbeiten an den Schulen bewerben, wissen von vornherein, dass sie die Aufträge in den unterrichtsfreien Zeiten zu erledigen haben.

Wenn alles fertig ist, dürfen sich die Domschüler auf moderne WCs freuen. Die Urinale werden – energiesparend – wasserlos funktionieren, die Kloschüsseln ohne Spülrand und so leichter zu reinigen sein. So wie die Toiletten im Erdgeschoss, die im vergangenen Jahr auf modernen Stand gebracht worden waren – damals überwiegend mit Fördermitteln des Landes.

Die fließen bei den aktuellen Bauunterhaltungsmaßnahmen nicht, dennoch schielt die Stadt hinsichtlich weiterer Projekte auf entsprechende Programme. Denn der Sanierungsstau an den Schulen ist gewaltig. Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass die Dannewerkschule, die Bugenhagenschule, die St. Jürgen-Schule und die Schule Nord sich auf insgesamt 1,68 Millionen Euro aus einem Förderpaket des Bundes freuen dürfen. Das Geld dient der energetischen Sanierung.

Von einem weiteren Fördertopf, mit der vorrangig die Sanierung von Sporthallen finanziert werden soll, hofft die Domschule profitieren zu können. „Die Sporthalle der Domschule ist unser Sorgenkind“, sagt Maik Lehrmann. Dort habe man zum Beispiel immer wieder mit Rohrbrüchen zu kämpfen.

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