Schleswig : Stadt gibt Königswiesen-Brücke frei

Die Absperrgitter waren gerade weggeräumt, da nutzten die ersten Spaziergänger wieder die Holzbrücke auf den Königswiesen.
Die Absperrgitter waren gerade weggeräumt, da nutzten die ersten Spaziergänger wieder die Holzbrücke auf den Königswiesen.

Das marode Holzbauwerk wurde innerhalb einer Woche ertüchtigt. Ein Neubau soll im Frühjahr 2019 kommen.

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20. Juni 2018, 19:10 Uhr

Am Ende ging doch alles ganz schnell. Innerhalb von einer Woche haben Handwerker und Stadtwerke-Mitarbeiter die seit Monaten gesperrte Holzbrücke auf den Königswiesen so fit gemacht, dass Fußgänger sie seit gestern Vormittag wieder nutzen können. Damit ist der beliebte Wanderweg Richtung Stadthafen endlich wieder frei.

„Wir haben die Brücke in Absprache mit einem Statiker wieder so ertüchtigt, dass keine Gefahr mehr besteht“, erklärt Jürgen Augustin, technischer Leiter bei den Stadtwerken, auf SN-Nachfrage. Unter anderem seien mehrere Bretter und Balken ausgetauscht worden. Allerdings betont er auch, dass dies nur eine Zwischenlösung sei. Höchstens ein Jahr könne das im Jahr 2000 errichtete Holzbauwerk in diesem Zustand durchhalten.

Manja Havenstein, Leiterin des Bauamtes, hofft, dass das gar nicht nötig sein wird. Im Winter wolle man die Ausschreibung für einen Neubau anschieben, so dass im Frühjahr 2019 die Arbeiten beginnen können. „Nächsten Sommer also steht dort eine neue Brücke“, so Havenstein.

Sowohl sie als auch Augustin erklären, dass ein Statiker in den kommenden Wochen regelmäßig an der Wiesendammbrücke, wie sie offiziell heißt, Kontrollen vornehmen werde. Allein er könne auch darüber entscheiden, falls sie doch früher als geplant wieder gesperrt werden muss.

Die Schleswiger indes freuen sich darüber, dass der Weg auf den Königswiesen zunächst einmal wieder frei ist. „Das haben wir gleich mehrfach gehört“, sagt Stadtwerke-Mitarbeiter Torben Naeve, der gestern zusammen mit seinem Kollegen Ralf Lobien die Restarbeiten an der Brücke erledigte und schließlich die Absperrzäune entfernte. In den vergangenen Wochen hatte es lautstark Kritik von Bürgern, aber auch aus den Reihen der Kommunalpolitik gegeben. Seit vergangenem September war die Holzüberquerung wegen baulicher Mängel gesperrt. Eine Reparatur war zunächst nicht geplant, erst im kommenden Jahr sollte ein Neubau kommen. Dass die Stadt nun spontan doch noch eine Zwischenlösung präsentieren konnte, kommt entsprechend gut an.

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