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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 05:41 Uhr

Theater-Neubau : Stadt bleibt „guter Dinge“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der endgültige Ratsbeschluss für den Bau eines neuen Stadttheaters wird voraussichtlich erst im Dezember fallen. Der Kreis Schleswig-Flensburg will statt der erhofften zwei Millionen Euro nur eine Million beisteuern.

shz.de von
erstellt am 03.Okt.2013 | 07:45 Uhr

16,6 Millionen Euro braucht das Schleswiger Theaterprojekt auf dem Hesterberg – wird es klappen mit der Finanzierung? In der vergangenen Woche hatte der Kreistag beschlossen, statt der von Schleswig erwarteten zwei Millionen Euro lediglich einen Zuschuss von nur einer Million zur Verfügung zu stellen. 50 Prozent weniger also. Dennoch: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Landestheater GmbH, Landrat Dr. Jörn Klimant aus Dithmarschen, sieht die Entscheidung des Kreistages als „tollen Schritt in die richtige Richtung“ an. Zur Realisierung des Theaterprojekts sagte Klimant gestern auf SN-Nachfrage: „Ich sehe gute Chancen, auch wenn noch dicke Bretter zu durchbohren sind.“

Für die vorsichtige Haltung des Kreistages in Schleswig habe er Verständnis, da man erst abwarten müsse, inwieweit sich die finanziellen Rahmenbedingungen für die Kreise änderten. Auch etwaige Abwanderungsgedanken unter den anderen Gesellschaftern der Landestheater GmbH ließen sich nicht erkennen, meinte er. Der Gesellschaftervertrag sei in diesen Wochen noch einmal aktualisiert und mit einheitlich längeren Kündigungsfristen versehen worden – „und alle haben ihn neu unterzeichnet“. Dass der Zeitplan für das Theaterprojekt auf dem Hesterberg – Eröffnung im Herbst 2017 – eingehalten werde, daran ließ Klimant keinen Zweifel.

In Schleswig werden heute alle Ratsparteien und Bürgermeister Thorsten Dahl zur Beratung der Finanzierung zusammen kommen. Dabei geht es um die Frage, ob die Stadtverwaltung das Finanzierungsmodell bereits in der nächsten Ratssitzung am 4. November vorlegen kann. Diese Vorlage ist die Voraussetzung für den endgültigen Ratsbeschluss zum Start des Theaterneubaus. Als wahrscheinlich gilt, dass dieser Termin verschoben wird auf die übernächste Ratssitzung am 16. Dezember.

Bis dahin sollen weitere Gespräche geführt werden, etwa mit der Kieler Landesregierung, kündigte Bürgermeister Dahl gegenüber den SN an. Rathaus-Fachbereichsleiterin Dr. Julia Pfannkuch, die die Fäden der Theater-Finanzierung in der Hand hält, machte in der Kulturausschusssitzung am Montag deutlich, dass man noch Zeit brauche, um ein „belastbares Finanzierungsmodell“ zu präsentieren. Vor den Ausschussmitgliedern gab sie zwar keine Details über den Inhalt laufender Finanzierungsgespräche preis, doch zeigte sie sich optimistisch: „Wir sind guter Dinge, alle Spielräume, die genutzt werden können, werden genutzt.“

Dazu könnte auch eine Verkürzung der Planungszeiten gehören. Und mit Sicherheit dürfte sich die Auftragsvergabe nach Ende der laufenden Ausschreibungen verzögern. Generalintendant Peter Grisebach jedoch liegt nur an einem: „Dass der Start der Baumaßnahmen nicht verschoben wird.“

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