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Fachtagung : St.-Johannis-Kloster als Vorbild für Denkmalschutz

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Teilnehmer einer Fachtagung sind begeistert vom ehrenamtlichen Engagement zum Erhalt des St.-Johannis-Klosters am Holm.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2014 | 08:55 Uhr

Die mittelalterlichen Gemäuer des St.-Johannis-Klosters am Holm sind für den Denkmalschutz eine große Herausforderung. Wie das Bauwerk dennoch zugleich als Wohngebäude und Veranstaltungszentrum genutzt wird, das gilt überregional als vorbildlich. Deshalb kamen in dieser Woche 20 Teilnehmer einer Fachtagung der Denkmal-Akademie in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Kloster zusammen. „Vor allem die ehrenamtliche Arbeit des Freundeskreises hat uns interessiert“, sagte Maria Nowosad, Professorin an der Denkmal-Akademie. Auch aus diesem Grund fiel die Wahl für ein passendes Beispiel auf das Schleswiger Kloster. Für die vielen Fragen, die sich nicht nur um den Denkmalschutz, sondern auch um die Geschichte des Klosters und seiner Bewohner drehten, stand Priörin Ina von Samson-Himmelstjerna gerne zur Verfügung.

Die Erforschung und Sicherung der Bausubstanz eines Denkmals und die damit verbundene Beschäftigung mit baugeschichtlichen und restauratorischen Fakten ist eine der zentralen Aufgaben der Denkmalpflege. Darüber hinaus spielt für die langfristige Erhaltung des historischen und materiellen Wertes eines Denkmals auch seine wirtschaftliche Nutzung eine wesentliche Rolle. Diesem Bereich widmete sich das berufsbegleitende Seminar für Architekten, Stadtplaner, Bauingenieure und verwandte Berufe ganz besonders. „Neben den theoretischen Grundlagen suchen wir auch immer praktische Beispiele aus, um darüber zu diskutieren“, erklärte Maria Nowosad. Dieser Umstand führte die Gruppe in den Remter, wo der Vorsitzende des Freundeskreises Konstantin Henkel über die bisherige Sanierungsarbeit und die heutige Nutzung des Klosters referierte.

Im Seminar ging es um die Umnutzung historischer Gebäude, die wirtschaftlichen Aspekte eines Denkmals und die damit eng verbundenen finanziellen Möglichkeiten. Besonders interessiert zeigte sich die Gruppe an der Wandheizung des Remters. Die gerade errichtete Klimaschutzwand, die dem Schutz der gotischen Kalktünchmalereien in der Kirche dienen soll, wurde ebenso thematisiert wie energetische Fragen, die Nutzung der Anlage durch Mieter und Maßnahmen des Brandschutzes.

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