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Schleswig : SSW-Fraktionschef Otmar Petersen gestorben

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Otmar Petersen ist tot. Der Vorsitzende der Schleswiger SSW-Ratsfraktion starb am Sonntag im Alter von 66 Jahren.

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erstellt am 20.Jan.2016 | 07:00 Uhr

Erst vor einer Woche hatte Otmar Petersen seinen Fraktionskollegen mitgeteilt, dass er aus gesundheitlichen Gründen alle seine politischen Ämter niederlegen wird. Am Sonntagmittag ist der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion im Alter von 66 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Er hinterlässt seine Frau und eine Tochter.

Petersen war 1998 erstmals in die Schleswiger Ratsversammlung gewählt worden und hatte dort sofort den Fraktionsvorsitz übernommen. Das Amt übte er ohne Unterbrechung 17 Jahre lang aus. Von 2001 bis 2013 war er zudem Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrates.

Otmar Petersen wurde am 25. Juli 1949 in Schleswig geboren und blieb seiner Heimatstadt immer treu, auch als er vom Friedrichsberg in den Norden der Stadt zog. Er besuchte die dänische Schule. Nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer war er als Redakteur von „Flensborg Avis“ auch beruflich in der dänischen Minderheit verwurzelt.

In seiner kommunalpolitischen Arbeit indes war er nicht bloß ein Interessenvertreter der dänischen Sache. „Seine Heimatstadt lag ihm immer besonders am Herzen“, sagt Harry Heide, der über viele Jahre nicht nur sein Mitstreiter in Partei und Fraktion gewesen ist, sondern auch ein enger Freund.

Schon in den vergangenen Jahren, als Otmar Petersen wegen seiner Krankheit geschwächt war, hatte Heide immer wieder einen Teil der Aufgaben seines Fraktionsvorsitzenden übernommen. Aber Otmar Petersen hatte sich immer wieder zurückgekämpft in den Alltag und bis vor wenigen Wochen mit engagierten Auftritten in der Ratsversammlung Akzente gesetzt. Hier war er nie jemand, der Ideen im Wege stand oder Projekte verhindern wollte. Er stand in engem Austausch mit dem dänischen A.P.-Møller-Fonds, als dieser sich für den Bau der A.P.-Møller-Schule auf der Freiheit entschied. Petersen war ein klarer Befürworter der Landesgartenschau auf den Königswiesen und der Gesundheitstherme auf der Freiheit ebenso wie des Theater-Neubaus auf dem Hesterberg. Nicht selten brachte er seine Fraktion bei umstrittenen Projekten in die Rolle des Züngleins an der Waage oder auch des Mittlers zwischen den beiden großen Fraktionen SPD und CDU. Dabei scheute er nie vor klaren Aussagen zurück.

Bereits heute wird die SSW-Fraktion auf ihrer turnusmäßigen Sitzung über die Nachfolge an ihrer Spitze beraten. In die Ratsversammlung rückt Rainer Wittek über die SSW-Liste nach.

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