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St.-Jürgen-Schule Schleswig : Springen für die Gesundheit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Projekt „Skipping Hearts“ der Deutschen Herzstiftung machte Station in Schleswig.

Springseil und Schleudertau waren gestern – heute bringt das „Rope Skipping“ Kinder und Jugendliche mit bunten Silikon-Seilen in Schwung. Doch das Springen will gelernt sein, sagte Sonderpädagogik-Referendarin Svenja Kraft, die gestern Vormittag den Workshop „Skipping Hearts“ der Deutschen Herzstiftung bereits zum zweiten Mal in die St.-Jürgen Schule holte.

Gemeinsam mit Trainerin Stine Christiansen und den Schülern der Klasse 3 a probten sie das Seilspringen. Jede Menge Einzelsprünge, dazu Koordination mit Hand- und Fuß sowie Partnersprünge hielten die Kinder spielerisch ordentlich auf Trab. Krönung dieses etwas anderen Unterrichtes war schließlich die Vorführung des Erlernten vor Publikum. Auf den kraftvollen Schwung mit dem „Long Rope“ folgte der Sprung im gesamten Klassenverband, dessen Training den Schülern und aber auch den Zuschauern besonders gut gefiel.

„Ich hatte noch nie eine Klasse, die Probleme gemacht hat. Bislang hatten alle Schüler viel Spaß am Seilspringen als Unterrichtsfach“, sagte die Sportstudentin und Projektbeauftragte Stine Christiansen. Nach der ersten Einweisung in einen Parcours aus sechs Stationen, übernahmen die Schüler selbstständig ihre an sie gestellten Aufgaben. Im Nu war die gesamten Klasse in Schwung und Bewegung. „Das ist sehr schwer, aber das ist total cool“, fand Lilia (9). „Dass man beim Seilspringen gut mit den Armen trainieren kann, das finde ich gut“, sagte Daniel (9). Auch Lina (10) gefiel der Schultag, an dem einmal nicht Mathe oder Deutsch auf dem Stundenplan stand. „Das Hüpfen ist das Beste“, freute sie sich.

Rund ein Viertel der Schulklasse hatte zuvor noch nie ein Springseil in der Hand oder hat keines zu Hause. Insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund fielen darunter, das sind in der Klasse 3 a der St-Jürgen-Grundschule etwa die Hälfte.

Übergewicht, Bluthochdruck, Koordinationsstörungen und Lernschwäche können die Folge von Bewegungsmangel sein, machte Stine Christiansen noch einmal deutlich. Dem entgegen zu wirken, darauf setze das Unterrichtsprojekt „Seilspringen macht Schule“, das die Kinder ebenso für das Training zu Hause motivieren soll. Weniger als zwei Tafeln Schokolade koste ein modernes Springseil in individuell abgestimmter Länge, das nach Wunsch am Ende des Unterrichtes gleich erworben werden konnte.

„Es wird seltener, dass Kinder überhaupt ein Springseil zu Hause haben. Dass es mit der Bewegung zu Hause ebenso weniger wird, das fällt schon auf“, sagte Stine Christiansen abschließend. Die Idee, Schulkinder durch Seilspringen zu mehr Bewegung zu motivieren, ist das Motto des Präventionsprojektes der Deutschen Herzstiftung, das kostenlos an Schulen angeboten wird.


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