Aus der SN-Jugendredaktion : Sportunterricht auf Harry-Potter-Art

Sportlicher Spaß: Bunte Plastikstäbe ersetzen die fliegenden Besen beim magischen Kampf um Quaffel, Klatscher und Schnatz.
Sportlicher Spaß: Bunte Plastikstäbe ersetzen die fliegenden Besen beim magischen Kampf um Quaffel, Klatscher und Schnatz.

„Quidditch“-Turnier an der Domschule: Schüler lieben die Kombination aus Rugby, Hand- und Völkerball.

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16. Februar 2018, 07:00 Uhr

Vierzehn Schüler laufen mit einem Plastikstab zwischen den Beinen über ein fußballfeldgroßes Spielfeld. Dieses Bild mag einem zunächst etwas komisch vorkommen, aber Harry-Potter-Fans erkennen den Spielaufbau sofort: Es wird das aus den Büchern bekannte Spiel „Quidditch“ gespielt, das eigentlich hoch oben in den Lüften auf einem fliegenden Besen stattfindet.

Nun stehen uns Nichtmagischen leider keine fliegenden Besen zur Verfügung. Deshalb behelfen wir uns mit einfachen Plastikstäben, um das Laufen etwas zu erschweren. Auch in der Domschule, die an die Harry-Potter-Schule „Hogwarts“ erinnert, wird nun die bekannte Sportart gespielt. Der stellvertretende Schulleiter Karlheinz Einsle möchte in Absprache mit dem Sportlehrer Michael Rehbehn ein Quidditchturnier für die fünften oder sechsten Klassen veranstalten, das voraussichtlich kurz vor den Osterferien stattfinden soll.


Auf der Jagd nach dem Schnatz

Quidditch wurde von J. K. Rowling für die Harry-Potter-Bücher erfunden. Zwei Mannschaften mit je sieben Spielern versuchen, möglichst viele Punkte zu erzielen. Die drei sogenannten Jäger müssen einen Spielball, den Quaffel, in einen der drei Torringe werfen. Der Torhüter versucht, dies zu verhindern. Für den Quaffel wird im realen Spiel ein Volleyball verwendet. Mit drei Dutchbällen (Klatschern), die im Buch selbstständig fliegen, werfen die Spieler Schüler des gegnerischen Teams ab. Die abgeworfenen Schüler müssen dann zur Torlinie am Ende des Feldes laufen, bevor sie weiterspielen dürfen.

Der wichtigste Ball ist der Schnatz. Wenn er gefangen wird, ist das Spiel beendet. Meistens gewinnt das Team, das den Schnatz fängt, da dieser die meisten Punkte bringt. Den Schnatz spielt ein unparteiischer Schüler und jeweils ein Spieler jedes Teams versucht, ihn zu fangen. Dadurch wird das Spiel sehr bewegungsintensiv. Durch die vielen verschiedenen Spielelemente wird die Teamfähigkeit der Kinder gefördert und verschiedene Bewegungsfertigkeiten trainiert. „Das ist sehr gut für die sportliche und soziale Entwicklung und vor allem gut für Spielanfänger, da nicht alle nur hinter einem Ball herlaufen wie zum Beispiel beim Fußball“, sagt Michael Rehbehn. Aber auch für andere Altersklassen sei Quidditch eine gute Abwechslung zu üblichen Ballsportarten. Außerdem sei es gut, dass das Spiel sofort begonnen werden könne, ohne spezielle Aufwärmübungen machen zu müssen. So kann es auch als Aufwärmspiel fungieren.

Auch die Schüler lieben die Kombination aus Rugby, Hand- und Völkerball. Sie sind sich einig, dass die Anstrengung, so viel zu laufen und den Ball auch mit einer Hand durch die Ringe zu werfen, tolle Herausforderungen sind. Außerdem können sie ihre taktischen Fertigkeiten gut üben.

Die Einteilung der verschieden Aufgaben fällt nicht schwer. Da jeder andere Fähigkeiten hat, dauert es nicht lange bis das Spiel beginnen kann. Und schon laufen die Schüler begeistert über das Feld. Übrigens: Auf die Frage, in welche Häuser die Schüler in Hogwarts gerne kommen würden, riefen sie laut „Gryffindor“ und „Slytherin“. Wenn das mal nicht ein erbitterter Kampf um den Quidditchpokal wird.

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