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Verletzungsgefahr : Sportplatz-Sanierung in Schuby zieht sich

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gemeindevertreter fordern: Der Bürgermeister muss mit dem Sportverein sprechen, ehe Laufbahn und Sprunggrube in Ordnung gebracht werden. Beschlüsse wurde bereits im Juni vergangenen Jahres geschlossen.

„Das ist eine endlos lange Geschichte“, stöhnte Schubys Bürgermeister Helmut Ketelsen, als es zu Beginn der Sitzung der Gemeindevertretung um die Sanierung der Sportanlage ging. Während Jens Hansen (SPD), die Auftragsvergabe an den kostengünstigsten Anbieter in Frage stellte („Muss das heute entschieden werden?“), war es Heike Pöschel (CDU) leid, immer nur Gespräche darüber führen zu müssen: „Über drei Jahre haben wir nur geredet. Können wir nicht einfach endlich mal was machen?“, fragte sie in die Runde.

Beschlüsse zur Sanierung eines 120 Meter langen Stücks der Laufbahn gebe es bereits seit Juni vergangenen Jahres. Und auch der Neubau der maroden Sprunggrube sei eingeplant. Insgesamt 21  000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Was jetzt noch fehle, seien allein die Auftragsprüfungen, die der Bürgermeister leisten soll.

Bedingung dafür ist allerdings, dass Ketelsen ein Gespräch mit dem Vorstand des VfB Schuby führt, das jedoch noch immer nicht stattgefunden hat. Thema ist die Frage, wie und von wem die Anlage gepflegt wird.

Petra Schulze (SPD) lehnte die Vergabe der Sanierung ohne eine Regelung der Wartung und Pflege ab. „Man muss ja auch mal gucken, wo die Zeitverzögerungen liegen“, forderte sie. Ihr Fraktionskollege Wolfgang Rusch stimmte zu und machte seinem Unmut ebenfalls Luft: „Wir sind doch nicht für die drei Jahre Wartezeit zuständig.“ In der allgemeinen aufgeheizten Stimmung fanden die Gemeindevertreter letztlich doch noch einen Konsens. Mit einer Enthaltung wurde die Auftragsvergabe beschlossen – mit der wiederholten Bedingung, vorher das angekündigte Gespräch nun auch in die Tat umzusetzen. Erst wenn das abschließend geführt sei, könnten die Sportler wieder besagte Bereiche ohne Gefahr nutzen.

Unzufrieden waren die Gemeindevertreter mit der Pflege der 15 Wohneinheiten der Altenwohnanlage Boyebüll. Konsequenz: Der Verwaltungsvertrag mit der Wobau Ellingstedt mit Sitz in Tönning wurde gekündigt, die Arbeiten sind an die Amtsverwaltung übergeben worden. „Jetzt kann viel schneller reagiert werden, da die Wege kürzer sind“, sagte Ralf Lausen, Leitender Verwaltungsbeamte des Amtes Arensharde. Dass die anteiligen Kosten für die Mieter von jährlich 286 Euro auf 263 Euro sinken, könne bei der Entscheidung keine Rolle spielen, so Lausen. „Es geht eher um die Frage, ob wir mit dem Dienstleister zufrieden sind.“ Durch fortlaufend geschulte Amtsmitarbeiter und ein neues Verwaltungsprogramm sieht Lausen in der Bewältigung der Verwaltungsübertragung an das Amt kein Problem. Heike Pöschel machte deutlich: „Ich möchte gerne die Verwaltung stärken, aber auch die Anbieter für diese Aufgaben vor Ort. Deswegen stimme ich für die Neuregelung.“

Weiteres in Kürze:
>Die Gemeindevertretung beschloss Zuwendungen von insgesamt 893 Euro für das Ehrenmal und die Feuerwehr.
>Aufträge für den Ausbau der Gemeindewohnung werden auf 30  000 Euro beschränkt.
> Der Auftrag zur Querungshilfe in Höhe des Supermarktes wird an die Twedter Firma Greve erteilt.

> In den Wohnhäusern 1 - 5 im Schulweg werden die Bäder für 15  000 Euro saniert.




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