zur Navigation springen

Nach Feuer in Klein Bennebek : Sportler verlieren ihre Heimat

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach dem Brand im Vereinsheim des SSV Klein Bennebek: Der Wiederaufbau ist bereits in Planung.

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 11:18 Uhr

Der erste Schock ist überwunden, inzwischen überwiegen die Erleichterung, dass niemand verletzt wurde und die Überlegungen, wie es weitergehen soll. Am vergangenen Sonnabend ist in Klein Bennebek das „Dörpshus“ abgebrannt – die „Heimat“ des Sportvereins und das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Das L-förmige Gebäude ist von der Schleswiger Kriminalpolizei beschlagnahmt worden, über die Ursache des Feuers und die Schadenshöhe ist noch nichts bekannt. Klar ist allerdings, dass es das Vereinsheim am schlimmsten getroffen hat. „Es ist alles hin, sogar das Dach ist eingestürzt“, sagt Jan Hensen, Vorsitzender des SSV Klein Bennebek. Seine Hoffnung, noch etwas von den erst vor einer Woche neu angeschafften Tischen und Stühlen retten zu können, sind gleich Null. „Aber vielleicht können wir ja noch einige Fotos und Pokale rausholen. Die sind ja mit Geld nicht zu bezahlen.“ Während die Kripo noch nach der Brandursache sucht, hat der Verein schon einige Entscheidungen getroffen, um den Sportbetrieb zumindest einigermaßen aufrecht zu erhalten. „Die Bogensparte und die Turngruppen sind nicht betroffen“, sagt der Vorsitzende, „aber da Umkleideräume und Sanitäranlagen zerstört sind, werden wir unsere Fußballspiele zunächst in Börm austragen.“ Die Fußballer des SSV Klein Bennebek haben sich 2009 mit dem SV Olympia Börm/Dörpstedt und dem TSV Groß Rheide zum FC Geest zusammengeschlossen.

Die Schützensparte des SSV ruht zwar zur Zeit, die unterirdische Anlage aber wurde bis zum Brand von der Soldatenkameradschaft Kropp genutzt. Diese hat nach der Schließung des Rosengartens in Kropp nun zum zweiten Mal innerhalb von Monaten ihre Übungsstätte verloren. Was aus den Gewehren der Kameradschaft geworden ist, die in einem Raum des zerstörten Vereinsheims eingeschlossen sind, wird sich zeigen, wenn die Kripo die Brandruine freigibt.

Der SSV-Vorsitzende Jan Hensen hat bereits eine Liste mit Inventar für die Versicherung erstellt, aber auch in Absprache mit der Gemeinde festgelegt, dass das Dorffest wie geplant am 15. Juli auf dem Gelände stattfinden soll. „Dann müssen wir eben ein Zelt aufstellen. Feiern werden wir aber auf jeden Fall.“ Im Vordergrund steht für ihn der Dank an die Rettungskräfte und der Blick in die Zukunft. Klar ist: Das Vereinsheim muss von Grund auf neu hergerichtet werden. Das hofft Hensen mit Hilfe von Spenden möglichst schnell bewerkstelligen zu können.

Wesentlich besser ist es um das Gerätehaus der Feuerwehr, das im rechten Winkel an das Vereinsheim angebaut wurde. Eine Brandmauer verhinderte ein Übergreifen des Feuers, das Löschfahrzeug und die Ausrüstung konnten rechtzeitig geborgen werden. „Wir sind einsatzbereit“, verkündete Wehrführer Horst Guthardt, „unser Fahrzeug ist bei einem Lohnunternehmer untergekommen, die persönliche Ausrüstung haben unsere Leute mit nach Hause genommen.“ Das sei auf die Dauer zwar kein Zustand, aber es habe schlimmer kommen können. Sorge bereitet ihm allerdings ein tragender Stahlträger in der Dachkonstruktion, der durch die Hitze verbogen worden sei. Ob die Feuerwehr ohne große Umstände wieder einziehen kann, muss erst ein Statiker klären.

Trotz der relativ glimpflichen Folgen für die Wehr blickt Horst Guthardt mit gemischten Gefühlen auf den Einsatz am vergangenen Sonnabend zurück: „Es ist schon ein blödes Gefühl, das eigene Gerätehaus löschen zu müssen.“

Das Vereinsheim war für den kommenden Sonntag als Wahllokal vorgesehen. Als Ersatz hat die Gemeinde die ehemalige Schule in der Dorfstraße 39 benannt.

Für den Wiederaufbau seines Vereinsheims plant der SSV zahlreiche Aktionen (www.ssvkleinbennebek.de) und bittet um Spenden auf das Konto Eban: DE 522 16  900 2050 1204 2070 bei der Schleswiger Volksbank

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen