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Orkantief „Christian“ : Sporthalle abgedeckt und Wald verwüstet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Amt Haddeby hielt Sturm „Christian“ acht Feuerwehren in Atem und zwang das Wikinger-Museum Haithabu zur Evakuierung.

Im Amt Haddeby waren mehr als 100 Einsatzkräfte der acht Feuerwehren rund um die Uhr mit den Ausmaßen der Sturmes und dessen verheerenden Schäden beschäftigt. Besonders stark wütete Orkantief „Christian“ offensichtlich in der Gemeinde Selk: Das Dach der Sporthalle wurde großflächig abgedeckt. Die Trümmer gingen auf das benachbarte Parkplatz-Areal nieder. Hunderte stattliche Eichen und Buchen auf rund 40 Hektar wurden vom Sturm entwurzelt oder zerbrachen – zahlreiche der Bäume kippten dabei auf die Kreisstraße.

Das Befahren der Straße war gestern noch nicht möglich. Die Aufräumarbeiten werden einige Tage dauern. Vom Ausmaß bestürzt zeigte sich Wald-Eigentümer Johann Voss. Im Moorredder stürzte eine Eiche auf ein fahrendes Auto – glücklicherweise konnten sich die Insassen aus dem Fahrzeugwrack befreien. Einen Katzensprung weiter wurde eine weitere Eiche entwurzelt, riss die Wasserversorgung aus dem Boden und stürzte auf eine Stromtrafo-Anlage. Bis weit nach Mitternacht war die Stromversorgung in der Gemeinde Lottorf komplett ausgefallen. Rundherum lagen umgestürzte Bäume auf den Fahrbahnen und schnitten die Haddebyer von der Außenwelt ab.

Am Wikinger-Museum in Haithabu wurden mehr als ein Dutzend Bäume entwurzelt. Bevor der Sturm vollends wütete, wurden die Museumsbesucher von den Service-Technikern und der Haddebyer Feuerwehr um Amtswehrführer Malte Simonsen evakuiert und persönlich aus dem Gefahrenbereich zu ihren Fahrzeugen begleitet. Mittendrin im Trubel hatte Museumsleiterin Ute Drews mit der Koordination eine Menge zu tun. Gemeinsam mit Gastwirt Oliver Firla übernahm sie kurzerhand die Versorgung der Einsatzkräfte.

„Wie sich die Haddebyer Feuerwehr einsetzt, ist großartig und vorbildlich. Die Versorgung der Einsatzkräfte ist das mindeste, was man nun tun kann“, sagte Drews. Der Schaden sei zwar groß, das Museum wurde jedoch nicht getroffen, zeigte sich Drews erleichtert. „Wir haben die Warnung des Kreises ernst genommen und entsprechend gehandelt. Rundherum ist ein schwerer Schaden entstanden, der nun so gut wie möglich abgearbeitet wird.“

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erstellt am 29.Okt.2013 | 18:49 Uhr

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