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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 06:22 Uhr

Hoffnung für Laura : Spenderin gefunden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Genetischer Zwilling: Merkmale einer Kanadierin stimmen mit denen der 15-jährigen an MDS erkrankten Schülerin aus Tarp überein.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 18:56 Uhr

Sehr aufregende Wochen liegen hinter Laura und Walburga Knop. Ein Benefizkonzert, eine Typisierungs-Aktion in Kropp, jede Menge Untersuchungen. Die 15-jährige Schülerin Laura leidet an MDS, einer schweren Erkrankung des blutbildenden Systems (wir berichteten). Nun wird es für sie noch aufregender. Von den behandelnden Ärzten aus der Uniklinik in Kiel kam die Nachricht: „Es gibt für Laura eine Spenderin aus Kanada, die genau ihre genetischen Merkmale hat.“ Die beiden seien „genetische Zwillinge“.

Nun geht es in die nächste Runde. Die Knochenmark-Spenderin wurde benachrichtigt, damit die entsprechenden Untersuchungen eingeleitet werden können. „Wenn alles passt und die Spenderin keinen Rückzieher macht, erfolgt am 31. März die stationäre Aufnahme in der Uniklinik Kiel“, teilt Lauras Mutter Walburga Knop mit. Bis dahin müsse ihre Tochter etliche Voruntersuchungen über sich ergehen lassen. Vom HNO- über Augen- und Zahnarzt bis hin zum Herzspezialisten – es muss genauestens festgestellt werden, wie ihr Gesundheitszustand ist. Dies ist so wichtig, damit die Chemotherapie exakt auf sie ausgerichtet werden kann. Eingeflogen werden müsse die Spenderin nicht: Ihr wird das Knochemark in Kanada entnommen und nach Deutschland gebracht.

Für Laura und Walburga Knop sind diese Tage naturgemäß eine gefühlsmäßige Berg- und Talfahrt. „Als wir von der Spenderin erfuhren, haben wir erst einmal vor Freude geweint, Laura hat das einen Kraftschub gegeben“, sagt ihre Mutter, die jedoch auch besorgt ist. Jetzt heiße es Hoffen und Bangen, vielleicht noch in den nächsten fünf Wochen ein wenig Spaß haben. Denn nach Behandlungsbeginn muss Laura mit vier bis 20 Wochen Klinikaufenthalt rechnen, abhängig vom Verlauf.

Walburga Knop betrachtet die rege Anteilnahme zahlreicher Menschen und die erfolgreiche Spendersuche als „ein Zeichen“. Sie hat aber weiter Angst um Laura, wird ihre Tochter in die Klinik begleiten und dort in einem Haus, das extra für Eltern eingerichtet wurde, wohnen.

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