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Schleswiger Nachrichten

16. August 2017 | 15:18 Uhr

Kropp : Spender für neuen Sprungturm gesucht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Drei-Meter-Plattform im Freibad wurde wegen Baumängeln abgerissen. Die Wasserfreunde sammeln nun für einen 20 000 Euro teuren Neubau.

Auch wenn jetzt nicht gerade die passende Zeit für ein Bad im Freien ist, laufen im Kropper Freibad dennoch schon die Vorbereitungen für den frühzeitigen Saisonstart in etwa drei Monaten zum 1. Mai.

Bis dahin ist noch viel zu tun: Nachdem der Drei-Meter-Sprungturm aufgrund baulicher Mängel für einen Betrieb nicht mehr freigegeben wurde, ist dieser abgebaut und entfernt worden. 2015 fand der Badebetrieb bereits ohne Sprungturm statt. Jedoch ist dieser Drei-Meter-Sprungturm zwingend erforderlich. Laut einer Erhebung 2014 durch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) können bereits 50 Prozent der Zehnjährigen nicht sicher schwimmen. 25 Prozent aller Grundschulen haben keinen Zugang zu Bädern. Doch zum sicheren Schwimmen gehört auch die Fertigkeit, vom Ein-Meter- und Drei-Meter-Sprungturm ins Wasser zu springen.

Deshalb wird der Neubau des Drei-Meter-Sprungturms im Kropper Freibad herbeigesehnt. Für die Schwimmausbildung ist er von entscheidender Bedeutung, sagen die Wasserfreunde. Bereits beim Jugendschwimmabzeichen Silber ist ein Sprung vom Drei-Meter-Turm erforderlich. „Wir müssten dann die Kinder in andere Bäder wie zum Beispiel Schleswig oder Rendsburg schicken, damit der Sprung ermöglicht werden kann“, sagt Uwe Baurhenne, der den Verein führt, aber auch als DLRG-Vorsitzender und Gemeindevertreter aktiv ist. Auch für die Rettungsschwimmer-Ausbildung ist der Drei-Meter-Sprungturm unerlässlich. Gerade die vor Ort stationierte Bundeswehr benötigt Rettungsschwimmer und ist auf das Freibad angewiesen.

Das Freibad ist im Besitz der Gemeinde Kropp. Bürgermeister Stefan Ploog hat in der Vergangenheit auf die Notwendigkeit des Bades hingewiesen, aber auch deutlich gemacht, dass es sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handelt. Und da in Kropp eine ganze Reihe von finanziell umfangreichen Pflichtaufgaben zu erledigen ist, befürchten die Wasserfreunde, dass das Kropper Freibad zeitnah nicht mehr komplett saniert werden kann. Den Wasserfreunden geht es darum, das Freibad zu erhalten. Erstes großes Ziel auf diesem Weg ist ein Drei-Meter-Sprungturm, der mit etwa 20  000 Euro zu Buche schlägt.

„Die Mittel zur Neuanschaffung reichen bei Weitem nicht aus, um den Neubau des Drei-Meter-Sprungturms zu realisieren. Deshalb sind wir auf Spenden dringend angewiesen“, so Baurhenne, der an die Bevölkerung appelliert, für dieses Vorhaben zu spenden. Auch neue Mitglieder sind bei dem gemeinnützigen Verein Wasserfreunde Freibad Kropp willkommen. Informationen gibt es auf www.wasser-freunde.de.

„Wir kennen keinen Stillstand, sondern sind immer aktiv für das Freibad, damit unsere Kinder auch in Zukunft in Kropp Schwimmen und Rettungsschwimmen lernen können“, betont Baurhenne. Es gehe um Lebensrettung, Gesundheitsvorsorge, Freizeitspaß und eine attraktive Gemeinde.

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