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Plattdeutsches Theater : Speeldeel startet auf dem Campingplatz in die Saison

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die ambitionierte Laienspielgruppe feiert am kommenden Sonnabend, 19. Oktober, im Slesvighus die Premiere ihres neuen Stückes „Rünner to’n Fluss“.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Nachdem die Jugendgruppe der Schleswiger Speeldeel mit ihrer Inszenierung von „De Hexer“ die Spielsaison 2013/2014 bereitts eröffnet hat, stehen nun auch die Erwachsenen vor ihrer ersten Premiere. Im Moment werden auf der Bühne in „Uns lütt Theoter“ ein Zelt aufgebaut und die Luftmatratzen aufgeblasen.

Mit „Rünner to’n Fluss“ werden die Zuschauer auf einen Campingplatz im sommerlichen Südfrankreich versetzt. Hier führt das Schicksal die temperamentvolle Power-Frau Anke (Birgit Panten) und den biederen, ordentlichen Beamten Karsten (Carsten Bendixen) zusammen. Beide sind soeben von ihren Ehepartnern verlassen worden. Anke und Karsten bilden fortan eine Zweckgemeinschaft. Doch aufgrund ihrer Gegensätzlichkeiten ist das nicht so einfach… Felix Borchert führt bei dieser Komödie Regie, die mit schnellen Dialogen, aber auch ruhigeren Momenten, zwischen Klappstuhl und Campingkocher von der Spielfreude ihrer beiden Hauptdarsteller lebt. Die Premiere findet am Sonnabend, 19. Oktober, um 20 Uhr im Slesvighus statt. Weitere Aufführungen sind bis zum 10. Dezember in „Uns lütt Theoter“ zu sehen.

In dem Monolog „Bagger“ von Henning Mankell sitzt der der Baggerführer Rune (Lutz Schnoor) in einem Pub uns wartet auf seine Verabredung. Um das Warten zu überbrücken, plaudert er, erzählt von seinem Leben, von seinen Sorgen und von seinem Bagger. „Bagger“ ist ein Stück über Schein und Sein, über Hoffen und Scheitern, Wollen und Nichtkönnen. Horst Seegebarth führt Regie und hat das Stück ins Plattdeutsche übertragen. Die Premiere ist am 4. Januar 2014. Weitere Vorstellungen folgen bis Ende Februar in „Uns lütt Theoter“.

Eine Komödie mit ernstem Hintergrund steht vom 18. Januar 2014 bis Anfang März auf dem Programm der Speeldeel. In „Mien Söhn, de Doktor“ versetzt das Geschehen in die 1960er bis 1970er Jahre: Der Busfahrer Richard Asmussen hat drei Kinder, ein Sohn studiert. Der Vater ist übermäßig stolz darauf, weil er der Meinung ist, dass Eberhard der Einzige ist, der es „zu etwas gebracht“ hat. Es kommt zur unerbittlichen Austragung des Konflikts zwischen den „Schichten“.

Die Komödie „Plünnenball“ von Konrad Hansen feiert dann am 29. März Premiere im Slesvighus: In der Kellerwohnung einer alten Villa leben die Schwestern Berta und Pauline, die einen Kostümverleih betreiben. Hier treffen sich die Randfiguren der Gesellschaft, so wie das Strichmädchen Uschi, die sich einen Hundesalon erarbeiten möchte. Hermann hat eine Gefängnisstrafe abgesessen, hatte seine Beute aber rechtzeitig bei den Schwestern versteckt. Sein zwielichtiger Kumpel Max ahnt das und versucht sich einzuschleichen. Der Medizinstudent Heinz-Werner besucht oft seine Mutter Pauline, die ihn immer noch für einen Arzt hält. Sie alle täuschen sich und ihre Mitmenschen. So entsteht eine unterhaltsame Vermischung von Humor und Nachdenklichkeit. Weitere Vorstellungen sind bis Anfang Mai in „Uns lütt Theoter“ zu sehen.

Einen Überblick über alle Termine bietet die Internetseite der Schleswiger Speeldeel.

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