zur Navigation springen

Gottorfer Barockgarten : Sonnenuhren als neue Hingucker

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Donnerstag wurden am Globushaus zwei Stahlstelen enthüllt.

von
erstellt am 16.Jun.2017 | 06:00 Uhr

Manchmal muss man auch einfach Glück haben. Und so freute sich insbesondere Künstler Winni Schaak, dass gestern Morgen über dem Gottorfer Barockgarten die Sonne strahlte. Schließlich wurden dort zwei von ihm gestaltete Stelen enthüllt – und zwar zwei etwas andere Sonnenuhren.

„Als ich von der Idee gehört habe, war ich zunächst erschrocken“, gab der für den Barockgarten zuständige Kurator Ulrich Schneider zu. Inzwischen aber sei er begeistert. „Diese Skulpturen passen perfekt hierher“, meinte er mit Blick auf den Gottorfer Globus: Ebenfalls ein Kunstwerk, bei dem das Thema Himmelskörper im Mittelpunkt steht. Bei Schaaks Skulturenpaar ist es statt des Sternenhimmels nun die Sonne. Diese zeigt, je nach Stand, durch Schlitze in den beiden Stelen die Uhrzeit an. Dabei ist die eine der beiden Skulturen, die links und rechts auf der ersten Terrasse beim Globushaus platziert sind, für den Vormittag zuständig, die andere für den Nachmittag. „Dass sie die Zeit nicht, wie bei üblichen Sonnenuhren, durch den Schatten, sondern durch das Licht anzeigen, machen sie zu etwas ganz Besonderem“, betonte Schneider.

Künster Winni Schaak, der sein Atelier in Lübeck hat, aber aus Kropp stammt und in Schleswig zur Schule ging, freute sich über das Lob. Er erzählte, wie schwierig seine Arbeit von der ersten Idee bis zur Umsetzung war. Insbesondere das Aufstellen der Stelen war demnach eine Herausforderung. In den vergangenen zwei Wochen hat er sie persönlich immer wieder austariert, damit die Sonnenuhren am Ende auch die richtige Uhrzeit anzeigen. „Dass sie nun ausgerechnet hier im Gottorfer Barockgarten enthüllt werden, ist auch für mich ein ganz besonderer Moment“, sagte Schaak.

In Auftrag gegeben hatte die Arbeiten die Gesellschaft für Metallskulturen-Unikate. Deren Vorsitzender Professor Heinz Spielmann, der ehemalige Direktor der Landesmuseen, war ebenfalls zur Einweihung nach Schleswig gekommen. Mit dem Aufstellen der Stahl-Stelen wird der Barockgarten ganz im Sinne des von Joachim Jacob 2015 entworfenen Masterplanes zur skulpturalen Ausstattung weiterentwickelt. „Ich glaube, dass viele Besucher allein schon deswegen hierher kommen werden“, freute sich die Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Kirsten Baumann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen