Löcher in Schleswigs Straßen : „So viele Frostschäden hatten wir lange nicht“

Nicht mehr als ein Pflaster: Manuel Katzka (l.) und Arne Kähler von den Umweltdiensten stopfen die gröbsten Löcher in der Straße am Brautsee mit Kaltasphalt.
Nicht mehr als ein Pflaster: Manuel Katzka (l.) und Arne Kähler von den Umweltdiensten stopfen die gröbsten Löcher in der Straße am Brautsee mit Kaltasphalt.

Die Umweltdienste haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun.

23-13374878_23-57004624_1386942051.JPG von
16. Februar 2018, 07:00 Uhr

Nachts Frost, tagsüber Tauwetter und zwischendurch immer wieder Schnee oder Regen: Dieser Winter verlangt den Schleswiger Straßen bislang einiges ab. „So viele Schäden haben wir lange nicht gehabt. Dieser Mix aus Wärme und Kälte ist schon heftig“, sagt der stellvertretende Leiter der Umweltdienste, Arne Kähler. „Wenn das Wasser nachts in den Rissen und Löchern im Asphalt gefriert, dann kann man fast zugucken, wie die Decke aufplatzt.“

Entsprechend oft müssen seine Mitarbeiter in diesen Tagen raus, um die gröbsten Löcher zu stopfen. Dazu nutzen sie Kaltasphalt, der mit Spezialkleber angemischt ist. „Der trocknet schnell aus. Aber ewig hält er natürlich nicht“, sagt Manuel Katzka. Im vergangenen Winter haben die Umweltdienste rund eine Tonne von der schwarzen Masse auf Schleswigs Straßen ausgebracht. Diesmal sind es bereits 4,5 Tonnen – und der Winter ist noch lange nicht vorbei.

Besonders schlimm hat es die ohnehin schon ramponierte Straße Am Brautsee getroffen. Aber auch auf der St.-Jürgener-Straße, im Gewerbegebiet St. Jürgen oder auch in einigen Wohnstraßen im Friedrichsberg sieht es übel aus. „Wir haben teilweise Löcher, die zehn Zentimeter tief sind. Da muss dann natürlich schnell gehandelt werden, damit die Verkehrssicherheit gewährleistet ist“, sagt Kähler. Aus diesem Grund läuft auch der Winterdienst der Umweltdienste zurzeit auf Hochtouren – im Schichtdienst von 4.30 Uhr morgens bis 20 Uhr am Abend.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen