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Weihnachtsdeko in Schuby : So ein verrücktes Weihnachtshaus: Auf dieser Fassade läuft ein Disney-Film

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Matthias Nehls sorgt mit einer musikalischen Lichtershow für Aufsehen. Am Gartenzaun stehen dann bis zu 50 Leute.

Schuby | Jeden Abend um halb fünf beginnt die große Lichtershow. Dann startet das Computerprogramm von Matthias Nehls und verwandelt sein Eigenheim im Schubyer Marschenkamp in ein einzigartiges Weihnachtshaus. Dann blinken die mit LED-Ketten umrandeten Fenster im Takt von Liedern wie „Amazing Grace“ oder einer poppigen Version von „Jingle Bells“. Dazu grüßen im Vorgarten die per Gebläse aufgerichteten Weihnachtsmänner.

Und spätestens, wenn Nehls seinen Videobeamer am Straßenrand platziert hat, bleiben die Spaziergänger vor seinem Haus stehen. Denn der Höhepunkt seiner ausgefallenen Adventsdekoration ist der Disney-Film „Die Eiskönigin“, den der 34-Jährige an die Hauswand wirft. Dazu ertönt aus den Lautsprechern der Song „Let It Go“.

Nehls wohnt mit seiner Frau und den drei Kindern erst seit Juli in dem Neubaugebiet. Doch er hat sich mit seinen Installationen längst einen Namen gemacht. Denn schon zu Halloween sorgte er für Aufsehen, als er seinen Garten in ein Gräberfeld verwandelt hatte und Skelette und singende Kürbisse den Betrachtern Schauder und Freude gleichermaßen bereiteten. „Meine Frau war von Halloween total begeistert. Da habe ich mir gesagt, dass ich mir zur Weihnachtszeit auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen muss“, erzählt Nehls. Seitdem habe er die Adventsbeleuchtung an seinem Haus geplant und zum Beispiel auch dafür gesorgt, dass auf einem Fenster ein weiterer Film zu sehen ist. Dafür steht extra ein zusätzlicher Beamer im Inneren des Hauses. Die eine oder andere Idee habe er sich aus Amerika geholt, sagt Nehls. Dort gebe es mancherorts ganze Siedlungen, die entsprechend beleuchtet und dekoriert seien.

Im Kommentarbereich der Facebook der Schleswiger Nachrichten wurde auch ein Amateur-Video von dem Haus veröffentlicht.

„Alleine für die Musiksteuerung habe ich zwei Wochen gebraucht“, sagt Nehls, der auch beruflich mit Computern zu tun hat und sich selbst als Hacker bezeichnet. Der Inhaber einer IT-Sicherheitsfirma berät mit seinen Mitarbeitern zum Beispiel Banken in der Schweiz, die sich Angriffen von Cyberkriminellen ausgesetzt sehen.

Gezählt hat er sie nicht, doch Nehls geht davon aus, dass er rund 100.000 LEDs an seinem Haus angebracht hat. „Das Ganze ist nicht ganz günstig“, räumt er ein und lacht. „Das könnte etwa einem Dubai-Urlaub entsprechen.“ Aber der damit verbundene Spaß ist es dem Unternehmer wert. „Es lohnt sich, wenn man sieht, wie die kleinen Kinder hier mit leuchtenden Augen stehen.“

Und was sagen die Nachbarn dazu, dass es jeden Abend bis 22.30 Uhr derart stark lichtorgelt? „Es hat sich noch niemand beschwert“, betont Nehls. Im Gegenteil, der Technikfreak ist überzeugt, dass er viele Menschen mit seinem verrückten Weihnachtshaus begeistert. „Am Sonntagabend standen hier bestimmt 50 Leute.“ Und am kommenden Sonnabend sollen es möglichst noch viel mehr werden. Denn dann findet vor seinem Grundstück eine Party mit Glühwein und Würstchen statt – das Ganze verbunden mit einem guten Zweck. Nehls: „Es soll eine Spendenaktion fürs Kinderhospiz in Flensburg werden.“

Bis dahin soll die Lichter-Deko erweitert werden. „Das Dach ist ja noch nicht fertig“, sagt Nehls. Um dort oben gefahrlos weitere LEDs anbringen zu können, hat sich der 34-Jährige extra eine Bergsteiger-Ausrüstung gekauft.

Ein anderes spektakuläres Weihnachtshaus steht übrigens in Barnitz im Kreis Stormarn. Unser Video-Team war vor Ort:

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erstellt am 14.Dez.2016 | 12:32 Uhr

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