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Ausländer in Schleswig : So bunt ist unsere Stadt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In Schleswig leben zurzeit Menschen aus 73 Nationen. Syrer stellen dabei mittlerweile die größte Gruppe der Ausländer.

von
erstellt am 19.Apr.2016 | 07:55 Uhr

Die Türken haben ihre Spitzenposition verloren. Stellten sie vor fünf Jahren mit 149 Personen noch die größte Gruppe der Ausländer in Schleswig, sind sie inzwischen auf Platz drei abgerutscht, wie ein Blick ins Melderegister der Stadt zeigt. Stattdessen schlägt sich in dieser Statistik erwartungsgemäß die Flüchtlingskrise nieder. So bilden die Syrer mit aktuell 385 Personen die größte ausländische Bevölkerungsgruppe an der Schlei. 2011 waren hier gerade mal 27 Menschen mit syrischem Pass gemeldet. Auch hat es mehr Afghanen (96/11), Iraker (65/19) und Serben (26/1) nach Schleswig verschlagen.

Insgesamt sind in der 25  264-Einwohner-Stadt derzeit 1971 Ausländer mit 72 verschiedenen Nationalitäten registriert. Vor fünf Jahren waren es 833 aus 61 Ländern. Der Anteil der Bewohner mit einem ausländischen Pass stieg von zirka 3,5 auf rund acht Prozent an. „Schleswig wird bunter“, freut sich Bürgermeister Arthur Christiansen. „Für die Stadt bedeutet das mehr Vielfalt in der Gesellschaft und mehr Abwechslung im Stadtbild oder bei den Geschäften. Es bedeutet aber auch eine größere Herausforderung in vielen Bereichen wie zum Beispiel in den Kitas oder den Schulen.“ Einwohner mit Migrationshintergrund, die einen deutschen Pass besitzen, tauchen nicht in der Ausländer-Statistik auf. Andernfalls wäre vor allem die Zahl der Türken weitaus größer.

Auffällig ist der starke Zuwachs der Rumänen von nur fünf im Jahr 2011 auf jetzt 163 Personen, darunter 64 Frauen. Damit belegen die Südosteuropäer Platz zwei im Ausländerranking. Ähnlich drastisch ist der Anstieg bei den Bulgaren – von 18 auf 94 Personen. Viele Handwerker sind aus den beiden Balkan-Staaten nach Schleswig gekommen, um zum Beispiel auf der Großbaustelle des neuen Krankenhauses zu arbeiten. Um eine Steuer-Identifikationsnummer zu bekommen, müssten sie einen Wohnsitz in der Stadt anmelden, heißt es im Rathaus zur Erklärung. Vermutlich dürften viele Rumänen und Bulgaren auch im Pflegesektor beschäftigt sein.

Interessant ist auch ein Blick auf die kleineren Gruppen und „Einzelkämpfer“. Anders als noch vor fünf Jahren sind Länder wie Estland, Irland, Jemen, Ägypten, Marokko, Togo, Indonesien oder Laos inzwischen in Schleswig vertreten. Dafür haben zum Beispiel eine Costa Ricanerin, eine Japanerin, ein Ungar und zwei Venezolaner die Stadt verlassen.

Die Top 10:

Syrien

Rumänien

Türkei

Polen

Dänemark

Russland

Afghanistan

Bulgarien

Irak

Armenien

 

385

163

160

119

115

103

96

94

65

46

 

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