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Abstimmungsergebnis : SN-Leser wollen Theater im Lollfuß

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Unsere Leser-Umfrage hat ein eindeutigem Ergebnis. Um die Zukunft des Schleswiger Theaters geht es auch auf einer Podiumsdiskussion am heutigen Montag um 19.30 Uhr in der A.-P-Møller-Schule.

Schleswig | Das Echo war überwältigend und das Ergebnis deutlich: Die Leser der Schleswiger Nachrichten wünschen sich das Theater dort, wo es schon in den vergangenen 100 Jahren stand: im Lollfuß. Sie haben uns 563 Abstimmungs-Coupons und E-Mails geschickt, nachdem wir am vergangenen Dienstag fragten: Wohin mit dem neuen Theater? Nur 53 Leser (9,4 Prozent) votierten für den Standort auf dem Hesterberg, den Kulturministerin Anke Spoorendonk und Theater-Intendant Peter Grisebach favorisieren und für den sich die Schleswiger Ratsversammlung bereits im Mai mit der Mehrheit von SPD, CDU und SSW ausgesprochen hatte. Der Lollfuß bekam 364 Stimmen und mit 64,7 Prozent fast eine Zweidrittelmehrheit. Von den beiden anderen Standorten, die wieder neu ins Gespräch gekommen sind, ist das Grundstück des abbruchreifen Hotels „Stadt Hamburg“ zwischen Lollfuß und Schloss Gottorf der beliebtere. 58 Leser (10,3 Prozent) favorisieren diesen Platz. Für das frühere Kasernengelände auf der Freiheit stimmten 25 Leser (4,4 Prozent). 23 Leser, die für einen anderen Standort votierten, machten keine weiteren Angaben oder brachten noch andere Grundstücke im Stadtgebiet ins Gespräch, zum Beispiel das ehemalige Hertie-Kaufhaus. Einer schlug gar vor, den Wikingturm abzureißen und das Theater dort zu errichten.

Das Ergebnis unserer Umfrage kann zwar nicht beanspruchen, im statistischen Sinne repräsentativ zu sein, aber es ist ein klarer Indikator für die Stimmung vor der Diskussionsveranstaltung, zu der die Schleswiger Nachrichten und die Theaterfreunde heute Abend um 19.30 Uhr in der A.-P.-Møller-Schule auf der Freiheit einladen.

Auf dem Podium sitzen dort Generalintendant Grisebach, der Kieler Kultur-Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsässer, Bürgermeister Arthur Christiansen, der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Holger Ley, der Bauausschuss-Vorsitzende Klaus Bosholm (SPD) sowie der Grünen-Kreistagfraktionsvorsitzende Manfred Wilner-Höfer. Schmidt-Elsässer, Grisebach und Dose werben weiterhin für den Hesterberg. Auch Bürgermeister Christiansen bezeichnete ihn zuletzt als den „geeigneten Standort“. Holger Ley, dessen Fraktion im Dezember in erster Linie wegen der unklaren Finanzierung gegen den Baubeginn auf dem Hesterberg gestimmt hatte, spricht sich inzwischen für den Lollfuß aus. Wilner-Höfer hatte im Kreistag auch grundsätzliche Bedenken gegen das bisherige Konzept angeführt.

Die weiteren Gespräche über die Zukunft des Theaters verzögern sich unterdessen ein wenig. Vor Weihnachten hatte Spoorendonk ein Treffen in ihrem Ministerium mit allen Beteiligten für Ende Januar angekündigt. Dazu wird es nun erst frühestens in zwei Wochen kommen. Vorher, nämlich am 6. Februar, ist ein Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden anberaumt. Die Vertreter der Kreise, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein haben ein entscheidendes Wort mitzureden bei der Bewilligung des Zuschusses aus dem Kommunalen Investitionsfonds (KIF). Die 6,3 Millionen Euro KIF-Mittel sind der größte Brocken in der Finanzierung des 14,1-Millionen-Projektes. Der Zuschuss ist zweckgebunden für ein Theater auf dem Hesterberg bewilligt.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 08:45 Uhr

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