Skater stürmen die Bühne

Startklar für das erste 'Skatical' auf der Freheit: Pascal Radtke, Ilona Januschewski, Madita Hansen und Jan-Friedrich Dünne. Foto: kra
Startklar für das erste "Skatical" auf der Freheit: Pascal Radtke, Ilona Januschewski, Madita Hansen und Jan-Friedrich Dünne. Foto: kra

Die frühere Landestheater-Pädagogin Ilona Januschewski startet auf der Freiheit ein neues Projekt

shz.de von
11. Juni 2013, 03:59 Uhr

Schleswig | Bisher boten die Rampen, Hindernisse und Pipes in der Skatehalle auf der Freiheit nur Skatern die perfekte Kulisse. Das soll sich nach Willen von Theaterpädagogin Ilona Januschewski und Jan Friedrich Dünne vom Freien Kultur- und Kommunikationszentrum (FKKZ) bald ändern. Beide sehen in der Halle die perfekte Bühne für ein besonderes Theaterstück mit dem Arbeitstitel "Skatical - Rhythmus der Freiheit", das im Herbst Premiere feiern soll. Vor dem Hintergrund der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird darin die Geschichte des 17-jährigen Mike erzählt. "Es zugleich auch eine Geschichte von Schleswig", sagt Januschewski. Mike sucht seinen Platz in der Welt - "und wer weiß", so Dünne, "vielleicht ist dieser Platz ja in der Skater-Szene".

Die Idee zum "Skatical" kam Ilona Januschewski, als ihr eigener Sohn auf der Freiheit das Skaten lernte. "Die Hilfsbereitschaft sowie die positive Energie der Skater haben mich begeistert." Die Theaterfrau war auch von dem Ambiente sofort angetan: "Es ist toll zu sehen, welche Szenenmöglichkeiten man hier hat." Dabei wird sich das "Skatical" nicht auf die Halle beschränken. Auch das Außengelände auf der Freiheit wird mit einbezogen - und die bis zu 150 Zuschauer übernehmen eine aktive Rolle.

Mehr verrät Ilona Janu schewski noch nicht. Nur so viel: Es geht nicht nur um Schauspielerei, sondern auch darum, den Skatern die Möglichkeit zu geben, ihre Kunststücke einem breiteren Publikum zu präsentieren. Was jetzt noch fehlt, sind Interessierte, die sich für das Projekt engagieren möchten. Janu schewski: "Wir suchen junge und jung gebliebene Leute, Schauspieler, Tänzer, Musiker, Sänger, Sportler, BMX-Fahrer und natürlich Skater." Das Mindestalter ist zwölf Jahre. Maximal 40 Teilnehmer sind geplant. Einzig die Hauptrolle des Mike ist bereits an den 22-jährigen Pascal Radtke vergeben. Ihn kennt die Theaterpädagogin noch aus der Zeit, als sie den Jugendclub im Landestheater leitete. Darüber hinaus wird Madita Hansen eine kleine Rolle übernehmen. Die 20-Jährige macht derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr im FKKZ und ist "sozusagen gezwungen worden, bei dem Projekt mitzumachen", wie sie augenzwinkernd sagt.

Noch ist die Story nur lose gestrickt. Jeder, der zum Projekt dazustößt, kann also seinen Teil zur Handlung beitragen. Dünne und Janu schewski hoffen, "dass sich trotz des heutigen Schulstress genug junge Menschen finden, die sich ein paar Stunden in der Woche regelmäßig für das Projekt engagieren".

Für die beiden kommenden Donnerstage, 13. und 20. Juni, sind jeweils um 16 Uhr Vorproben geplant, auf denen das Projekt vorgestellt wird und wo sich Interessierte anmelden können für eine Intensivprobenwoche ab Montag, 8. Juli, im Freien Kultur- und Kommunikationszentrum. "Für Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung ist gesorgt", betont Dünne. Der Kostenbeitrag liegt zwischen zehn und 50 Euro. Die Aufführungen sind für September oder Oktober geplant.

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