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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 21:27 Uhr

Hoffnung auf eine neue Halle : Skater räumen aus

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die alte Skaterhalle auf der Freiheit war durch Orkanschäden im Herbst unbrauchbar geworden.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 12:59 Uhr

Aufräumarbeiten in der Skaterhalle auf der Freiheit: Die Skater-Freunde um Vereinsgründer Arne Olaf Jöhnk entsorgten am Wochenende mit Hilfe des Berufsbildungszentrums (BBZ) sowie des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums (FKKZ) alles, was nicht mehr zu retten war. Nach den immensen Schäden durch Orkan „Christian“ im vergangenen Herbst war viel Regenwasser durch das Dach gedrungen. Der brauchbare Rest aus der Halle soll nun im städtischen Bauhof am Holmer Noorweg eingelagert werden. Auf diesem Gelände wäre ausreichend Platz, um eine neue Skater-Halle aufzubauen. „Einen Neustart mit dauerhafter Unterkunft“, sagen Schleswigs Skater, wünschten sie sich für die Zukunft.

Schleswigs Skater-Verein mit seinen 125 Mitgliedern und zahlreichen Nutzern aus der Region hatte durch den Orkan „Christian“ über Nacht sein Domizil verloren. Ein Domizil, das der Verein mit Unterstützung von Team Vivendi auf der Freiheit mehr als sechs Jahre nutzen konnte.

Und so sah es aus bei den Aufräumarbeiten am Sonnabend: Laut plätschernd und unaufhaltsam dringt Regenwasser durch das Dach. Nachdem der Herbststurm das Hallendach der Skater-Freunde komplett zerlegt hatte, verwandelte sich der Innenraum der ehemaligen Kasernen-Sporthalle 68 zu einer mit Wasser gefüllten „Tropfsteinhöhle“. Nässe überall: Wellenförmig quillt die hölzerne Unterkonstruktion des durchnässten Kunststoffbodens auf und sammelt das Regenwasser dazwischen in kleinen Seen. Dabei legte die Feuchtigkeit auch sämtliche Stromleitungen lahm. In der Halle ist es ungemütlich, zugig, und kalt, zudem gefährlich rutschig. Die Rampenkonstruktionen sind aufgeweicht und stehen nun für den Abtransport bereit.

Für die Skater ging es in der Vergangenheit nicht nur sportlich turbulent auf und ab: Im Zuge der Landesgartenschauplanungen wurde die Skater-Anlage von den Königswiesen entfernt und zunächst eingelagert. Nach Reaktivierung des Skater-Platzes an der ehemaligen Stadtgärtnerei am Noorweg hagelte es jedoch Proteste der Anwohner, die sich über den Lärm beschwerten. Daraufhin sprang das Team Vivendi kurzerhand in die Bresche, indem es die lehrstehende Sporthalle zur Verfügung stellte. Zahlreiche Handwerksbetriebe unterstützen die Jugendlichen beim Ausbau. Gleichzeitig investierte die Stadt 2010 in eine Skater-Anlage aus Beton mit Sportband, Boule-Bahn und Fitness-Parcours auf den Königswiesen.

„Die Skater Anlage auf den Königswiesen ist ideal für die Sommermonate. Bei Regen und im Winter jedoch kann man diese nicht nutzen“, erklärt Lauritz Erichsen. Der 23-jährige Skater ist seit sechs Jahren als Vereinsmitglied dabei. Insbesondere an den Wochenenden wurde die Halle im Durchschnitt täglich von rund 60 Kindern und Jugendlichen mit ihren Skate-Boards, BMX-Rädern und Scootern genutzt. Ebenso zeigten sich die „Skate-Jams“ mit Rampen-Spaß und Rock-Musik im Schulterschluss mit dem freien Kulturzentrum als Publikumsmagnet. „Skater aus ganz Schleswig-Holstein nutzten die Halle auf der Freiheit, und wir sind dem Team Vivendi dankbar, dass sie uns den Raum zur Verfügung gestellt haben“, sagt Jöhnk. Nach dem Aufräumen wollen die Vereinsmitglieder die Halle nun bis Ende Februar an den Eigentümer übergeben. Zum geplanten Neustart mit dem Bau einer Halle möchte Jöhnk möglichst viele Kräfte mobilisieren. Die Jugendlichen sind weiterhin auf Unterstützung und Spenden, insbesondere Sachspenden mit Holz und Werkzeug angewiesen, ebenso auf die Arbeitskraft von Helfern. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Jöhnk unter 0171-2680430 melden.

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