zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

26. September 2017 | 22:16 Uhr

Schleswig : Skater haben ein neues Zuhause

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Vor einem halben Jahr zerstörte der Orkan Christian die Vereins-Anlage auf der Freiheit – jetzt ist ein Ersatz gefunden.

von
erstellt am 14.Apr.2014 | 07:45 Uhr

Der 28. Oktober des vergangenen Jahres war ein schwarzer Tag für die Skateboard-Fahrer in Schleswig und im gesamten nördlichen Schleswig-Holstein. Der Orkan Christian legte das Dach ihrer Halle auf der Freiheit in Trümmer. Regenwasser weichte den Boden der Anlage auf, auch viele der selbst gebauten Rampen waren seither nicht mehr zu gebrauchen. Die Skater waren obdachlos – ausgerechnet während der Wintermonate, in denen es auch hart gesottenen Skatern auf der Freiluft-Anlage an den Königswiesen zu ungemütlich wird. An eine Instandsetzung des Gebäudes war nicht zu denken, schließlich sollte die ehemalige Bundeswehr-Sporthalle ohnehin irgendwann abgerissen werden.

Jetzt haben die Skater endlich ein neues Zuhause gefunden. Noch während der Osterferien wollen die Vereinsmitglieder beginnen, eine ehemalige Lagerhalle an der Flensburger Straße nach ihren Bedürfnissen umzubauen. Die Immobilie liegt unweit des Fernsehturms gut versteckt hinter dem Gewerbehof an der Arbeitsagentur. Ein Wall trennt das Grundstück von den Wohnstraßen Hasenberg und Igelpfad.

Die Miete für die neue Halle ist zunächst für zwei Jahre gesichert, sagt der Vereinsvorsitzende Arne Olaf Jöhnk. Danach gehe es nur weiter, wenn es gelinge, so viel Geld zu erwirtschaften, dass sich das Projekt von selbst trägt. Das Problem: Offenbar zahlten in der Vergangenheit nicht immer alle Nutzer das eigentlich vorgesehene Eintrittsgeld. Das müsse sich nun ändern, macht Jöhnk deutlich.

Ohnehin wird viel Eigeninitiative gefragt sein, bis die Halle so gut ausgestattet ist, wie ihre Vorgängerin es war. Seit 2008 hatten sich die Skater und BMX-Fahrradfahrer auf der Freiheit ein kleines Paradies aufgebaut. Die wenigen Rampen, die nach dem Totalschaden noch zu retten waren, sind derzeit zum Teil beim städtischen Bauhof am Holmer Noorweg eingelagert.

Der Verein hat rund 125 Mitglieder. Die Zahl der regelmäßigen Besucher der alten Halle lag deutlich höher. Sie reisten teilweise aus Kiel und Flensburg an, denn ein vergleichbaren Angebot gibt es im gesamten nördlichen Schleswig-Holstein nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen