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Schleswiger Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:33 Uhr

Süderbrarup : Skater bauen ihre Rampen selbst

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Freitag wird die mobile Skater-Anlage am Bahnhof in Süderbrarup eingeweiht.

Mit Feuereifer und viel Sachkenntnis arbeiten seit Montag 13 Jugendliche in den Werkräumen der Gemeinschaftsschule Süderbrarup an mobilen Rampen für BMX- und Boardfahrer. Die Herbstferienaktion basiert auf einer Zusammenarbeit der Projektgruppe „Jugend stärken an der Schlei“ und der Gruppe „BMXboardfreunde Süderbrarup“, die aus der Organisation „Skateboardfreunde Süderbrarup“ hervorgegangen ist. Mit dieser Namensänderung will man zeigen, dass man für Boardfahrer aller Richtungen und für BMX-Radfahrer offen ist.

Die praktischen Arbeiten leitete Harry Wülfken-Zahn von der Funcompany. Er hat Erfahrung auf diesem Gebiet und garantiert die DIN-gerechte Ausführung der Bauteile. Die geschweißten und gestrichenen Stahl-Untergestelle hat er aus der eigenen Werkstatt mit gebracht. Mit Druckluft-getriebenen Werkzeugen befestigen die Jugendlichen die HPL-Platten (High Pressure Laminat) auf den Gestellen. Rund 400 Löcher müssen dafür gebohrt und die gleiche Anzahl Nieten gesetzt werden. Auf diese Weise entstehen zwei so genannte Banks, eine Rampe, zwei Tische, eine Olli-Box und eine Auffahrt. „Es sind Rampen, wie wir sie auch für Kommunen bauen“, sagte Wülfken-Zahn.

Finanziert werden die kleinen Schanzen, die an jeder beliebigen Stelle auf- und abgebaut werden können, durch Ersparnisse der Skaterfreunde und Spenden. „Die Jugendlichen haben das lange vorbereitet und lassen es jetzt mit dieser Doppelaktion möglich werden“, erklärte Jean-Claude Stutz, der gemeinsam mit Malte Möller die Aktion „Jugend stärken“ vertritt.

Die fertigen Rampen werden im ersten Schritt in einem Container untergebracht. Langfristig soll dieser an einem festen Standort in Süderbrarup installiert werden.

„Wir haben lange versucht, einen Skaterplatz in der Gemeinde zu finden“, erklärte Bürgermeister Friedrich Bennetreu. Doch die Auflagen zum Lärmschutz hätten gegen alle verfügbaren Grundstücke gesprochen. Mit den mobilen Rampen habe man jetzt eine endgültige Lösung gefunden und könne das Thema zu den Akten legen. Eingeweiht werden die Rampen heute zwischen 14 und 17 Uhr auf dem „alten Skaterplatz“ am Bahnhof.

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