Schleswig : Sieben Künstler machen gemeinsame Sache

Sie vereinen in ihrer neuen Gruppe unterschiedliche Kunststile: (von links) Sarah Schwarz, Arne Frercks, Annegret Fischer.
Sie vereinen in ihrer neuen Gruppe unterschiedliche Kunststile: (von links) Sarah Schwarz, Arne Frercks, Annegret Fischer.

Die neu formierte Gruppe „Kunstil“ widmet sich in einer Ausstellung dem Thema „Stille Leben“.

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18. Mai 2015, 08:04 Uhr

Wer durch die Schleswiger Kunstszene streift, dem fällt immer wieder auf: Die Protagonisten sind oft seit vielen Jahren dabei, sie nähern sich dem Rentenalter oder haben es längst erreicht. Doch jetzt hat sich eine neue Künstlergruppe formiert, bei der ist das anders. Die sieben Mitglieder von „Kunstil“ sind zwischen Anfang 30 und Mitte 40. Manche von ihnen, wie der Klangkünstler Arne Frercks, andere wie die Papiergestalterin Sarah Gobeli-Schwarz oder die Blockflötistin Annegret Fischer hat es erst viel später an die Schlei verschlagen.

Zur Gruppe gehören außerdem der Tischler und Installationskünstler Swen Feilen, die Malerin Janina-Maria Gärnter, der Kunstschmied Dirk Buchwald und die Papier- und Objektgestalterin May-Britt Jeß. Die Gruppe gründeten sie erst in diesem Februar bei einem Treffen im „Patio“ – und schon jetzt haben sie ihre erste gemeinsame Ausstellung. Sie heißt „Stille Leben“ und ist noch bis zum kommenden Mittwoch, 20. Mai, in der Halle der Volkshochschule in der Königstraße zu sehen. „Christian Hennig, der Leiter der Volkshochschule, hat uns das alles sehr schnell und unkompliziert ermöglicht“, sagt Sarah Gobeli-Schwarz. Den Abschluss bildet am Mittwoch um 19 Uhr ein „Abend der leisen Klänge“, den Arne Frercks gestaltet. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung lässt die ganze Vielfalt im Schaffen der sehr unterschiedlichen Künstler erkennen. Weitere Ausstellungen sind geplant. Jedes Mal soll ein anderes Mitglied von „Kunstil“ das Thema vorgeben. „Stille Leben“ war die Idee von Sarah Gobeli-Schwarz, die die treibende Kraft hinter der Künstlergruppe ist. Manche der Mitglieder haben erst in den vergangenen Wochen Werke gezielt zum Thema der Ausstellung geschaffen, andere aber zeigen auch, was sie ohnehin schon auf Lager hatten und was zum Titel „Stille Leben“ passt.

Bemerkenswert ist eine Bilderreihe von Janina-Maria Gärnter. Die Bilder zeigen Bäume und sind mit einem QR-Code versehen. Wer die Codes mit dem Handy abscannt, erfährt über einen Link auf Google Maps, wo die realen Vorbilder dieser Bäume stehen – und wird unter anderem auf die Streuobstwiese zwischen der Gartenstraße und der Moltkestraße geführt, die demnächst weichen soll, weil dort Wohnhäuser geplant sind.

www.kunstil.com

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